Diese junge Frau aus Unna will in den Bundesvorstand der Grünen Jugend

dzBündnis 90/Grüne

Wenn die Grüne Jugend vom 1. bis 3. November ihren Bundeskongress in Gelsenkirchen abhält, richten sich die Augen auch auf eine Frau aus Unna. Sie will in den Bundesvorstand.

Unna

, 21.10.2019, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bündnisgrünen sind im Aufwind, treffen mit ihrer Klimapolitik den Nerv besonders vieler junger Menschen. Das zeigt sich auch bei den Schülerstreiks von Fridays for Future. Jugendliche interessieren sich wieder mehr für Politik – Unna macht da keine Ausnahme. Die politische Geschäftsführerin der Grünen Jugend Unna ist auch Sprecherin der Grünen Jugend im Bezirk Ruhr. Nun will sie in den Bundesvorstand gewählt werden.

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Sie war das Gesicht von Fridays for Future in Unna, hat gefordert, dass Unnas Jugendverbände in Sachen Eishalle zusammenarbeiten und diskutierte bei Sandra Maischberger. Sarah-Lee Heinrich ist in Unna ein bekanntes Gesicht, obwohl sie inzwischen in Köln lebt und in Bonn Politik und Gesellschaft sowie Philosophie studiert.

Als Sprecherin hat sie die Grüne Jugend von Januar 2017 bis Mai 2019 in der Öffentlichkeit vertreten und dabei stets klare Worte gewählt. Dann gab sie das Amt wegen ihres Studiums an Eva-Lotta Vogt ab, die auch in Sachen Fridays for Future in ihre Fußstapfen getreten ist.

Im Internet hat Sarah-Lee Heinrich jetzt bekanntgegeben, dass sie beim Bundeskongress vom 1. bis 3. November in Gelsenkirchen als Beisitzerin kandidiert. Dabei will sie ein Thema ganz weit nach vorne bringen: den Kampf gegen Armut und Hartz IV.

Die junge Unnaerin fordert, die Grüne Jugend müsse ihr Engagement auf Soziale Fragen ausweiten. „Während einige wenige ein unglaublich hohes Einkommen besitzen, befinden sich immer mehr Menschen in finanziell unsicheren Bedingungen und bangen darum, dass am ende des Monats noch genug Geld da ist“, erklärt Heinrich.

Diese junge Frau aus Unna will in den Bundesvorstand der Grünen Jugend

Sarah-Lee Heinrich (18), hat den ersten Schülerstreik in Unna mitorganisiert. Sie wurde zum Gesicht von Fridays for Future in Unna. © Anna Gemünd

Die 18-Jährige weiß, wovon sie spricht. Als Tochter einer Hartz IV-Empfängerin musste sie stets mit wenig Geld auskommen. Daraus hat sie nie ein Geheimnis gemacht, sondern in der Talkshow von Sandra Maischberger ausführlich darüber gesprochen. Die junge Frau hat gekämpft und macht sich nun gegen Armut stark: „21 Prozent Kinderarmut bleibt Deutschlands stetiger Skandal, Leistungszwang und Konkurrenzdruck zermürben die Menschen.“ Ob sich die soziale Spaltung überwinden lasse, entscheide über die Zukunft der Gesellschaft.

Aktivistin für die soziale Frage

Sarah-Lee Heinrich will als Aktivistin die soziale Frage in den Mittelpunkt rücken. Die Klimakrise sei eine soziale Krise, sagt sie – und schlägt damit wieder die Brücke zu ihrem Engagement bei Fridays for Future.

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