Die Stadt soll Kultur in Unna fördern und verjüngen - und neue Stellen im Rathaus schaffen

dzKulturgutachten

Die Kultur in Unna ist geprägt von ehrenamtlichem Engagement. Wie das gefördert werden kann und welche Angebote die Stadt selbst machen kann, sollte ein Gutachten zeigen. Das liegt nun vor.

Unna

, 13.09.2019, 09:54 Uhr / Lesedauer: 2 min

Um die Kultur in Unna zukunftsweisend aufzustellen und weiterhin ein breites und qualitativ hochwertiges Kulturangebot anbieten zu können, hat der Rat der Kreisstadt einen Kulturentwicklungsprozess angestoßen. Nun liegt der Abschlussbericht des Kulturexperten Peter Landmann von der Kulturberatung „Take Part“ vor, der in der öffentlichen Sitzung des Kulturausschusses am Dienstag, 17. September, 17 Uhr (Ratssaal) vorgestellt wird. Dabei sind aus diesem breiten Beteiligungsprozess 13 Handlungsempfehlungen hervorgegangen.

13 Empfehlungen vom Experten

Der Abschlussbericht empfiehlt unter anderem die Überführung des aktuellen Kulturentwicklungsprozesses in einen stetigen Weiterentwicklungsprozess, sowie eine bessere Vernetzung und Kommunikation in die Öffentlichkeit. Es gelte Möglichkeiten für eine gemeinsame Präsentation der Vielfalt und Qualität der Unnaer Kulturlandschaft zu schaffen. Häufig seien die kulturellen Angebote in Unna nicht hinreichend bekannt, eine einheitliche Informationsfläche fehle.

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„Junge Szene“ fördern

In der Zukunftskonferenz herrschte große Übereinstimmung, dass die Kultur von und für Kinder und Jugendliche sowie die Förderung der „Jungen Szene“ besonders wichtige Zukunftsthemen seien. Denn in mancher Hinsicht seien gerade Angebote für Jugendliche ausbaufähig, obwohl in Unna einige herausragende Institutionen seit langer Zeit großartige und weit über die Stadtgrenzen hinaus anerkannte Arbeit leisten würden.

Gesamtkonzept und neue Stellen

„Take Part“ empfiehlt weiter, im Bereich der kulturellen Bildung ein kommunales Gesamtkonzept für Unna zu erarbeiten, ein entsprechendes ressortübergreifendes Netzwerk zu entwickeln und sich um eine Förderung beim Land NRW zu bemühen.

Außerdem empfiehlt Peter Landmann die Schaffung einer neuen Arbeitseinheit im Kulturbereich, „deren Zuständigkeit man zur unmissverständlichen Kennzeichnung der intendierten Arbeitsweise mit ,Netzwerkbildung‘ bezeichnen könnte“. Die Stelle solle mit zwei Vollzeitstellen ausgestattet sein – eine soll sich auf das „Kulturstadt-Unna-Marketing“ spezialisieren können, eine andere soll die Verstetigung des Kulturentwicklungsprozesses und die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes für die kulturelle Bildung als Aufgaben haben.

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Zu Beginn des Kulturentwicklungsprozesses erfolgte eine Bestandsaufnahme der bestehenden Kultureinrichtungen in Unna samt ihrer Angebote. Im Mittelpunkt des Beteiligungsprozesses stand die Zukunftskonferenz mit dem Titel „Zukunft Kultur in Unna“. Dabei haben über 100 Teilnehmende aus der Bürgerschaft, Vertreterinnen und Vertreter verschiedener kultureller Einrichtungen, der Wirtschaft, der Schulen, der Vereine Politik und Stiftungen sowie Kulturschaffende in Unna mitgearbeitet.

Anschließend haben Arbeitsgruppen vier Schwerpunktthemen näher bearbeitet. Hierfür haben sich die Arbeitsgruppen mehrfach getroffen und Ergebnispapiere verfasst, die Bestandteil des Abschlussberichtes sind und aus denen Empfehlungen zur Kulturentwicklung abgeleitet werden.

Heidler: „Großes Interesse“

„Die aktive Mitarbeit dieser vielen Menschen ist ein Beleg für ein großes Interesse an der kulturellen Weiterentwicklung dieser Stadt“, sagt Unnas Beigeordnete Kerstin Heidler.

Der Abschlussbericht geht nun zur politischen Diskussion in den zuständigen Kulturausschuss. Der komplette Abschlussbericht zum Kulturentwicklungsprozess und das Fotoprotokoll der Zukunftskonferenz stehen auf der Internetseite der Stadt Unna unter unna.de/kep/kep zum Download bereit.

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