Die Polizei bestraft Temposünder, bestätigt aber keine Raserstrecke

dzHammer Straße

Mit einer Tempomessung geht die Polizei auf Forderungen von Anwohnern der Hammer Straße ein. Unterdessen deutet sich an, dass halbseitiges Gehwegparken im städtischen Fachausschuss endgültig verboten wird.

Unna

, 14.11.2018, 15:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Im Streit um rollenden und ruhenden Verkehr ist die Polizei Anwohnern der Hammer Straße nun doch mit einer Tempomessung entgegengekommen. Wie Stephan Werning, Leiter der Verkehrsdirektion der Polizei, bestätigt, wurde kürzlich an zwei Wochentagen in den Abendstunden die Geschwindigkeit zwischen der Palaiseaustraße und dem Ortsschild kontrolliert.

Kein Geschwindigkeitsschwerpunkt

Einige Anwohner fordern mehr Kontrollen weil „gerast“ werde. Das Ergebnis deckt sich mit Einschätzungen, die Kreis und Stadt Unna nach Messungen beziehungsweise Verkehrszählungen bekannt gegeben hatten. „Es finden dort Tempoüberschreitungen statt“, sagt Werning. „Die Stelle ist aber kein Geschwindigkeitsschwerpunkt.“ Einen Unterschied macht offenbar die Fahrtrichtung. Stadtauswärts war laut Werning in eineinhalb Stunden ein gemessenes Fahrzeug zu schnell. Bei der zweiten Messung stadteinwärts habe es 18 Verstöße gegeben. Alle 19 Autofahrer müssten aber nur Verwarngelder zahlen, fuhren also höchstens 70 anstelle der erlaubten 50 Stundenkilometer. Werning verspricht, die Polizei werde den Straßenabschnitt künftig „im Blick behalten“.

Vorgetäuschte Kontrolle

Inoffiziell, aber nach eigener Einschätzung effektiv sind Anwohner selbst tätig geworden gegen Raser. Anwohner Mario Schwiderowski legt gelegentlich auf dem Bürgersteig eine rote Leuchte auf eine Mülltonne, wie er selbst berichtet. Diese erwecke von Autoscheinwerfern angestrahlt den Eindruck einer Radarmessung. Die Autofahrer hätten „auf 50 km/h“ abgebremst, schildert er seine Beobachtung.

Das Problem Parkplatzsuche, würden Schwiderowski und andere Anwohner gern lösen, indem sie ihre Autos auf eigenes Risiko halbseitig auf den Bürgersteig stellen. Ein FDP-Antrag mit dem gleichen Ziel steht nächste Woche auf der Tagesordnung des entsprechenden Fachausschusses. Die Stadtverwaltung schlägt eine Ablehnung vor. Die Bordsteinkanten seien zu hoch, Straßen NRW und Polizei lehnten halbseitiges Gehwegparken ab.

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