Mit der neuen Kreissporthalle ist am Freitagmittag in Unna der erste Baustein des geplanten „Bildungscampus“ eingeweiht worden. Das eigentliche Highlight der Halle kommt aber erst im Sommer.

Unna

, 22.03.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für Landrat Michael Makiolla ist es ein „Zeichen, dass wir es ernst meinen, Unna als Bildungsstandort zu profilieren.“ Für die Schüler der umliegenden Berufskollegs und die Mitglieder der Sportvereine dürfte es weit mehr sein: Sie haben ab Ende April eine hochmoderne Sporthalle zur Verfügung, die sowohl viel Komfort als auch spannende Details bietet.

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So sieht es in der neuen Kreissporthalle in Unna aus

1600 Quadratmeter Fläche, eine lichtdurchlässige Profilglasfassade und eine moderne Lüftungsanlage - das sind die Fakten. Dahinter verbirgt sich eine Halle, die nahezu baugleich bereits seit einem Jahr in Werne steht. „Das ist mit ein Grund, wieso wir diese Halle günstiger als ursprünglich geplant realisieren konnten“, sagt Landrat Michael Makiolla. Bei unter vier Millionen Euro werden die Baukosten für die Halle am Ende wohl stehen; geplant waren 2017 rund 4,1 Millionen Euro.

SCHULEN UND VEREINE

DIESE SPORTLER PROFITIEREN VON DER NEUEN HALLE

  • Die aktuelle Kreissporthalle wird laut Hallenbelegunsplan der Stadt Unna derzeit vor allem vom Königsborner Sportverein genutzt. Die Abteilungen Handball, Volleyball und Turnen nutzen die nun „alte“ Halle zu festen Trainingszeiten.
  • Vormittags findet in der Halle der Sportunterricht der drei Berufskollegs in der unmittelbaren Nachbarschaft statt.
  • Künftig können Schüler und Vereine auch die neue Halle nutzen. Anders als die alte Kreissporthalle ist die neue Halle jedoch keine Dreifachhalle, sondern kann nur in zwei Hallenteile getrennt werden. Diese sind dann jeweils 22 mal 22 Meter groß.

Umkleiden werden von Fußbodenheizung gewärmt

Die Erfahrungen aus Werne, beispielsweise mit der Lüftungsanlage, flossen in die Bauplanung in Unna ein. „Wir haben hier gewissermaßen den Zwilling der Werner Halle stehen“, so Makiolla. Für die Sportler bedeutet dies, dass sie beispielsweise in ihren Umkleidekabinen dank einer Fußbodenheizung nicht frieren müssen. In der eigentlichen Halle sorgt eine Deckenstrahlheizung für Wärme, die gleichzeitig für das richtige Licht sorgt. „Die Beleuchtung in der Halle ist in die Deckenheizung integriert“, erklärt Corinna Stork, Leiterin des Sachgebietes Hochbau beim Kreis Unna.

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Ein Blick in die neuen Umkleiden

Alle drei umliegenden Berufskollegs sollen die Halle künftig nutzen, sobald der Bildungscampus in Gänze fertiggestellt ist, auch die Schüler des Förderzentrums, das einen Neubau auf dem Gelände bekommt. Für die Lehrer gibt es separate Umkleiden; auch ein Behinderten-WC ist vorhanden.

Die neue Kreissporthalle Unna hat Pflanzen auf dem Dach und eine Kletterwand

Nicht zu übersehen: Hinter dieser Tür verbirgt sich eine Lehrer-Umkleidekabine. © Anna Gemünd

Dass es den Landrat und den Bürgermeister freut, dass die Halle günstiger als angenommen realisiert werden kann, liegt auf der Hand. Doch die Ersparnis hat auch ganz konkrete Auswirkungen auf die Ausstattung der Halle: In den hinteren Bereich der Halle soll eine Kletterwand eingebaut werden, vermutlich in den Sommerferien. Eine solche Wand gibt es in der „Zwillingshalle“ in Werne bereits. Lehrer, die entsprechend geschult sind, können sie dort mit ihren Schülern im Sportunterricht nutzen - so soll es auch in Unna möglich sein.

Die neue Kreissporthalle Unna hat Pflanzen auf dem Dach und eine Kletterwand

In der neuen Sporthalle in Werne gibt es die Kletterwand bereits. In Unna soll sie voraussichtlich im Sommer eingebaut werden. © Kreis Unna

Auch von außen fällt die neue Halle auf: Zwar ist auch sie - wie alle Turnhallen - ein wuchtiger Komplex, doch durch eine raffinierte Fassade soll sie eben nicht nach „Betonklotz“ aussehen. „Das Mauerwerk besteht aus Klinker mit einer profilierten Oberflächenstruktur“, erklärt Corinna Stork, „dadurch stehen einzelne Steine hervor und lassen die Fassade nicht so hart wirken.“ Auf dem Dach des Umkleidebereiches wird es zudem bald grün: Hier werden Pflanzen gesetzt, die nicht nur die Optik des Gebäudes verschönern, sondern auch etwas für die Umwelt tun sollen.

Die neue Kreissporthalle Unna hat Pflanzen auf dem Dach und eine Kletterwand

Der Eingang zur neuen Kreissporthalle präsentiert sich luftig. Im Hintergrund ist die „alte“ Halle zu sehen. © Anna Gemünd

Zwei Außenspielfelder für Volley- und Basketball

Direkt neben dem modernen Bau gelegen, wirkt die „alte“ Kreissporthalle naturgemäß nicht gerade einladend. „Die alte Halle wird im Sommer energetisch saniert und danach ähnlich wie die neue Halle aussehen“, kündigt Corinna Stork an. Auch hier könnte Unna wieder davon profitieren, erst „als Zweiter“ an der Reihe zu sein: Eine solche Sanierung lässt der Kreis vorher an einer nahezu identischen Halle in Lünen durchführen.

Das Umfeld der neuen Kreissporthalle lässt bereits erahnen, welches Gesicht der „Bildungscampus“ einmal haben wird: Der neue Parkplatz inklusive Elektroladesäulen ist nahezu fertig. Hinter der „alten“ Kreissporthalle sind zudem zwei Außenspielfelder entstanden, die Volleyballer und Basketballer künftig nutzen können.

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