Die meisten Viertklässler wechseln in Unna zu Gymnasien, Realschule hat weniger Anmeldungen

dzWeiterführende Schulen

Alle künftigen Fünftklässler dürfen die Schulform ihrer Wahl besuchen. An der Realschule sind die Anmeldezahlen zurückgegangen. Ein Gymnasium indes baut seine Position als beliebtestes aus.

Unna

, 21.02.2020, 17:04 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vor zwei Wochen war bereits die vorgezogene Anmelderunde für Unnas Gesamtschulen zu Ende gegangen. Nun liegen auch die vorläufigen Zahlen für die künftigen fünften Klassen der drei Gymnasien und der Hellweg-Realschule vor.

Weniger Anmeldungen für Realschule

Bei der Realschule läuft es nach vier Eingangsklassen im vergangenen Jahr voraussichtlich wieder auf eine Dreizügigkeit hinaus. 74 Kinder wurden dort für das Schuljahr 2020/21 angemeldet, 15 weniger als im Vorjahr. Es kann nun allenfalls spekuliert werden, welche Rolle schulpolitische Diskussionen wie aktuell die um eine Sanierung anstelle eines Neubaus der Realschule spielen.

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Gymnasium aktuell wieder stärker

Ebenso erscheint es denkbar, dass Schulpolitik die Beliebtheit der Gymnasien nun wieder positiv beeinflusst: Am Gymnasium haben Schüler inzwischen wieder neun Jahre Zeit bis zum Abitur, auch in Unna haben diese Schulen von „G8“ zurück zu „G9“ gewechselt. Und nun hat sich die Übergangsquote bei den Gymnasien verbessert. Fast 43 Prozent der aktuellen Unnaer Viertklässler wurden an Gymnasien angemeldet. Im Vorjahr hatten die Gesamtschulen in etwa diese Übergangsquote. Allerdings habe es auch hier immer Schwankungen gegeben, die nicht unbedingt Rückschlüsse zuließen, erinnerte Carola Schöfisch vom Schulverwaltungsamt.

Vorläufig

Anmeldungen noch immer möglich

  • Die Zahlen zu den Anmeldungen für die fünften Klassen sind vorläufig. Offiziell abgeschlossen wird das Anmeldeverfahren erst am 12. März.
  • Und einige Familien brauchen auch wie in Vorjahren noch etwas Zeit. 51 von insgesamt 519 Viertklässlern aus Unna seien noch nicht an einer weiterführenden Schule angemeldet, teilte die Schulverwaltung am Freitagmittag (21. Februar) mit.

EBG hat mehr Anmeldungen als Plätze

Das Ernst-Barlach-Gymnasium (EBG) hat seine Spitzenposition ausgebaut. 122 Kinder wurden dort angemeldet, noch einmal zehn mehr als im Vorjahr. Eigentlich darf die Schule nur drei Eingangsklassen bilden. In Gesprächen mit den Schulleitungen und dann womöglich mit der Bezirksregierung soll nun festgelegt werden, wie es weitergeht, sagte die Beigeordnete Kerstin Heidler. „Wir versuchen, den Elternwünschen möglichst gerecht zu werden.“ Bleibt es bei einer Dreizügigkeit am EBG, müssten einige Kinder abgewiesen beziehungsweise zu anderen Schulen „umberaten“ werden. Aber auch in vier fünften Klassen könne das EBG nicht alle Kinder aufnehmen, die angemeldet wurden.

Das Pestalozzi-Gymnasium hat nach einem Rekord-Tief von 56 Anmeldungen (2019) nun immerhin wieder zehn mehr bekommen. Am Geschwister-Scholl-Gymnasium wurden 70 Viertklässler angemeldet, ein paar weniger als im Vorjahr (74).

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An den Gesamtschulen hatte es in früheren Jahren schon so viele Anmeldungen gegeben, dass Kinder auch zu anderen Schulformen wechseln mussten. Das ist aktuell nicht mehr der Fall. Es müssen sich allerdings Schüler von der nach wie vor besonders beliebten Werner-von-Siemens-Gesamtschule zur Peter-Weiss-Gesamtschule umorientieren.

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