Die Massener Schillerschule macht das Industriemuseum in Dortmund hörbar

dzGrundschule

Eine außergewöhnliche Verbindung aus Kultur, Medien und Unterricht bietet die Zusammenarbeit zwischen der Massener Schillerschule und dem LWL-Industriemuseum in Dortmund. Diese wird nun vertieft.

von Sebastian Pähler

Massen

, 02.11.2019, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Schillerschule macht nicht nur regelmäßig Ausflüge zur Zeche Zollern, um mehr über die Bergbaugeschichte zu erfahren, die Schüler und Lehrer haben mit dem „Hörmemory“ sogar selbst eine Attraktion entworfen, die zum festen Bestand des Industriemuseums geworden ist. Wie die Kooperation weitergeht, überlegen LWL-Museum und Massener Grundschule im Rahmen einer Erneuerung ihrer Kooperationsvereinbarung.

Moderne Medien machen Ruhrgebiets-Geschichte greifbar

Wer die Zeche Zollern besucht, der kann in der Ausstellung unter anderem erfahren, wie der Alltag der Bergleute ausgesehen hat. Mit Helm und Lampe erlebt man, wie es war, untertage einzufahren. Mit dem Hörmemory hat die Schillerschule zusammen mit dem Museum ein weiteres Angebot geschaffen, das vor allem Kindern eine Möglichkeit bietet, mit modernen Medien die Industriegeschichte des Ruhrgebiets zu erkunden.

Mit Tablet läuft der Besucher über das Gelände und lauscht Geräuschen, für die er dann in der realen Welt den passenden Gegenstand sucht. „Eine Lok kann man schon schnell zuordnen, aber so einen Fallhammer kennt nicht jeder“, berichtete Anja Hoffmann. 2015 hatte der damalige stellvertretende Schulleiter Gabriel Rosenberg zusammen mir einem Bekannten, der beim LWL-Museum arbeitet, die Idee, ein solches Kultur- und Medienprojekt mit den Schülern seiner Schule zu starten. Die Kinder zeigten sich begeistert und wollten unbedingt auch die Texte für die App einsprechen. Seither ist der Besuch auf der Zeche ein fester Bestandteil des Unterrichts an der Schillerschule, den alle Viertklässler erleben.

Schule und Museum entwickeln Ideen

Vertreter des Industriemuseums und der Schillerschule kamen kürzlich in Massen zusammen, um gemeinsam zu überlegen, wie die Zusammenarbeit weiter gehen kann. Für beide Seiten ist das Projekt fruchtbar, erläuterte Anja Hoffmann. Die Schule habe eine Anlaufstelle, wo Unterrichtsinhalte greifbar werden. Und das Museum muss nicht warten, dass Bildungseinrichtungen sich melden.

Die Erneuerung der Kooperationsvereinbarung ist wichtig, um den Austausch zwischen den Parteien frisch zu halten. „Wir wollen zum Beispiel einen Multiple Choice Test hinzufügen“, erläuterte Iris Rosenberg, die das Projekt an der Schule betreut. Auf die Idee waren sowohl das Team an der Schillerschule als auch Nutzer des Hörmemorys gekommen. Zusammenarbeit und Austausch zwischen Museum und Schule sollen nun ausgebaut werden.

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