Derwald setzt auf Kuchnia-Konzept für die Eishalle Unna

dz60 Unterstützer für Förderverein

Das Konzept der ehemaligen Pächterfamilie Kuchnia sei tragfähig, um einen Erhalt der Eissporthalle zu gewährleisten – das meint zumindest Ernst Otto Derwald. Der ehemalige Mitstreiter von „Unna braucht Eis“ will seine Idee eines Fördervereins auf dem Kuchnia-Konzept aufbauen.

Unna

, 16.10.2018, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anfang September hatte Ernst Otto Derwald sich mit einem Gründungsaufruf für einen Förderverein in der Eishallen-Diskussion zu Wort gemeldet. Mit einem Förderverein sei die Eissporthalle langfristig sicher zu betreiben, so Derwald. Er rief dazu auf, sich in einer Unterstützerliste einzutragen. Materielle, finanzielle oder handwerkliche Unterstützung sei gefordert, um die Eissporthalle zu erhalten. „Rund 200 enthusiastische Unterstützer“ bräuchte es nach Derwalds Einschätzungen, damit sein Konzept Erfolge habe.

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Gut sechs Wochen nach dem Aufruf haben sich 60 Menschen in die Unterstützerliste eingetragen. „Die Hälfte davon sind Menschen, die die Eissporthalle finanziell unterstützen wollen“, sagt Ernst Otto Derwald im Gespräch mit unserer Redaktion. Er hofft, dass mit der tatsächlichen Gründung des Fördervereins die Zahl der Unterstützer noch steigt. „Das zeigen mir die Erfahrungen anderer Fördervereine in ähnlicher Situation, mit denen ich zu Beratungszwecken Kontakt aufgenommen habe“, sagt Derwald.

Doch den Verein gründen will er erst, wenn er ein tragfähiges Konzept vorlegen kann, dass realistische Chancen auf eine Förderung durch die NRW-Bank hat. „Das ist das Szenario, das auch Frau Milz bei ihrem Besuch in Unna vorgestellt hat“, so Derwald. Die für Sport zuständige NRW-Staatssekretärin Andrea Milz hatte die Eissporthalle Unna Ende September besucht und dabei den Verein „Unna braucht Eis“ auf die Fördermöglichkeiten durch die NRW-Bank hingewiesen.

„Ich will keinen Antrag mit geschätzten Zahlen stellen.“
Ernst Otto Derwald

Ernst Otto Derwald will sein Betreiberkonzept für die Eissporthalle auf das Konzept der ehemaligen Pächterfamilie Kuchnia aufbauen, das diese ursprünglich für die Halle geplant hatten, wenn sie das Gebäude erworben hätten „Das Konzept hat Hand und Fuß, soweit ich das beurteilen kann“, sagt Derwald. Diesen Eindruck habe er in Gesprächen mit Kuchnias gewonnen. Nun warte er allerdings noch auf genaue Zahlen zur Energieeinsparung und künftigen Kosten, die das Kuchnia-Konzept enthalte. „Da geht es zum Beispiel darum, mit wie vielen Vereins-Eisläufern gerechnet werden kann und wie hoch die tatsächlichen Energieeinsparungen wären. Diese Zahlen habe ich bei Kuchnias angefragt“, so Derwald. Denn: „Ich will keinen Antrag mit geschätzten Zahlen stellen.“

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Ernst Otto Derwald bleibt trotz der bisher geringen Unterstützerzahlen optimistisch, dass sein Plan zum Erhalt der Eissporthalle Erfolg haben wird – zumindest mehr Erfolg als die Pläne von „Unna braucht Eis“. „Ich glaube nicht, dass der Bürgerentscheid klappen wird, den Unna braucht Eis anstrebt“, so Derwald.

Auf seiner Internetseite gibt Ernst Otto Derwald Bürgern die Gelegenheit, sich für den Erhalt der Eissporthalle als Unterstützer eintragen zu lassen. hilfe.unnabrauchteis.de
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