Der PS-Traum „Viva the American Dream“ lockt tolle Autos, aber noch zu wenige Schaulustige

dzOldtimershow in Unna

Es roch nach Burgern, Benzin und Nostalgie auf dem Gelände an der Hans-Böckler Straße. Olaf Kraus hatte zu „Viva the American Dream“ eingeladen und die Fans Amerikanischer Autos waren dem Ruf gefolgt.

von Sebastian Pähler

Unna

, 17.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Für die Fans von Oldtimern und dem Amerikanischen Lebensgefühl gab es an diesem Wochenende bei „Viva the American Dream“ viel zu sehen.

Es wäre nicht halb so amerikanisch, wenn nicht die „Lenne Brothers Band“ mit Rock`n`Roll, Country und Blues einen authentischen Klangteppich über das Veranstaltungsgelände gelegt hätte. Am Samstagabend legten „Jimmy Cornett and the Deadmen“ mit vollmundigem Blues noch mal eine Schippe drauf und begeisterten die Besucher so sehr, dass Organisator Olaf Kraus sie direkt für das nächste Jahr wieder buchte. Auch verschiedene Liveacts, Tanz und Gesangseinlagen sorgten für einen hohen Unterhaltungsfaktor, während die Besucher selbst essen und shoppen konnten.

Der PS-Traum „Viva the American Dream“ lockt tolle Autos, aber noch zu wenige Schaulustige

Alte amerikanische Schlitten in jeder Form und Farbe bestimmten den Tag. Hingucker war der alte Ford Bucket T © Udo Hennes

Alter, geflammter Ford T Bucket ist Hingucker unter den Traumautos

Viva the American Dream bedeutet natürlich vor allem: amerikanische Schlitten in jeder Form und Farbe. „Ich liebe Autos, die kein anderer hat“, stellte etwa Peter Hausen fest. Der Lippstädter nahm mit seinem Ford T Bucket an dem Fest amerikanischer Lebensart teil. Ein Gefährt, das in Europa seines Wissens nach einzigartig ist, denn das Modell aus dem Baujahr 1920 verfügt noch über einen stehenden Lenker, ein abnehmbares Hard Top, das ihn zum Cabrio macht, und eine außergewöhnliche, moosgrüne Flammenlackierung. So wurde er auch zum Hingucker von „Viva the American Dream“. „Jeder hat ja eine Spleen“, so Hausen, „und das ist meiner“, denn der Ford ist nicht das einzige außergewöhnliche Auto, das er besitzt.

Der PS-Traum „Viva the American Dream“ lockt tolle Autos, aber noch zu wenige Schaulustige

The Lenne Brothers Band machte so gute Musik, dass sie gleich fürs nächste Jahr neu gebucht wurde. © Udo Hennes

Die alten Schlitten transportieren das Gefühl von Freiheit

Die Liebe zu außergewöhnlichen Fahrzeugen trägt auch Thomas Schneider in sich. „Ich liebe das Individuelle.“ Auch sein schwarzes 1938er Chevrolet Business Coupé begeisterte die US-Car-Fans. Die Gelegenheit, den individuell nach seinen Vorstellungen umgebauten Wagen bei einer Veranstaltung vor seiner Haustür vorzustellen, nahm der Dortmunder gerne wahr.

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Viva the American Dream

Ganz ähnlich wie Uwe Eichweber aus Unna, der sich darüber freut, dass mit „Viva the American Dream“ eine solche Veranstaltung in seiner Stadt heimisch geworden ist. „Jedem, der so ein Auto besitzt, ist bewusst, dass das mit Kosten verbunden ist, aber es ist einfach das Feeling, das Gefühl von Freiheit, für das solche Autos stehen.“ Es sei eben ein Lebensgefühl, so der Besitzer eines Chevrolet Impala.

Der PS-Traum „Viva the American Dream“ lockt tolle Autos, aber noch zu wenige Schaulustige

Früh übt sich, was ein echter American-Dream-Fan werden will, so wie hier Finn. © Udo Hennes

Oldtimershow könnte noch mehr Zuschauer vertragen

Für Veranstalter Olaf Krause fiel das Urteil dennoch etwas durchwachsen aus. „Es hätten mehr Zuschauer sein können“, stellte er fest. Dafür freute er sich sehr darüber, dass die Qualität der teilnehmenden Autos sehr gestiegen ist. „Da waren wirklich tolle Exoten dabei, echte Raritäten“. Das dürfe sich beim nächsten Mal gerne wiederholen.

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