Der Intercity für Unna kommt ein weiteres Jahr später

dzFernverkehr

Der Anschluss des Bahnhofs Unna an den Bahn-Fernverkehr kommt ein weiteres Jahr später. Voraussichtlich ab Dezember 2021 sollen Intercity-Züge zwischen Frankfurt und Münster in Unna halten.

Unna

, 02.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Unna wieder direkten Anschluss an das Fernverkehrsnetz der Bahn erhält, ist eine Forderung, die schon seit einigen Jahren im Raum steht. Vorgesehen ist es tatsächlich, dass Fernzüge am Bahnhof Unna halten, zumindest in einem kleineren Rahmen. Aber die Umsetzung verzögert sich weiter.

Neue Verbindung zwischen Hessen und Westfalen

Die Deutsche Bahn will eine Strecke in Betrieb nehmen, die Frankfurt am Main mit dem Norden verbindet. Die Strecke soll sich in Westfalen teilen: Ein Abzweig führt nach Dortmund, einer über Schwerte nach Hamm und dann Münster. Und dieser östliche Zweig ist die Chance für Unna.

Auch einen Rahmen für den Fahrplan hatte die Bahn schon einmal öffentlich gemacht: Viermal täglich sollen die IC-Züge in Unna stoppen, morgens und mittags können Reisende in den Zug in Richtung Frankfurt steigen. In Richtung Münster würde es mittags und nachmittags gehen. Ein Zug am Mittag soll über Münster bis zur Nordsee fahren: Endstation Norddeich.

Umsetzung mehrfach um ein Jahr verschoben

Doch die Frage, wann es losgeht, lässt sich bisher nicht mit Sicherheit beantworten. Als diese Planungen bekannt geworden waren, hatten die Deutsche Bahn und der Nahverkehrs-Zweckverband NWL angekündigt, dass sie voraussichtlich zum Fahrplanwechsel Ende 2019 umgesetzt würden. Vor zwei Jahren hieß es dann, erst ab Dezember 2020 würde die Fernstrecke eingerichtet. Ein weiteres Jahr würden sich all jene gedulden müssen, die in Unna den neuen Intercity gern nutzen würden.

Und so geht es nun weiter. „Die DB geht von einem Start der neuen IC-Linie zum Fahrplanwechsel im Dezember 2021 aus“, teilte eine Bahnsprecherin unserer Redaktion mit. Sie bestätigte damit eine Mitteilung im Unnaer Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung.

Bahn: Mehr Zeit für Fahrplan benötigt

Die Sprecherin erklärte, es werde mehr Zeit als ursprünglich geplant für den neuen Fahrplan benötigt. Die DB verfolge gemeinsam mit den regionalen Aufgabenträgern das Ziel, Fern- und Nahverkehr optimal zu verzahnen. Dies sei entscheidend für die Akzeptanz des neuen Angebots beim Kunden. Und für die Planung gelte: „Sorgfalt geht vor Tempo.“

Die Deutsche Bahn und der NWL arbeiten nach Angaben der Bahnsprecherin seit knapp fünf Jahren an diesem Projekt. Auch die Frage, ob und wie Nahverkehrstickets mit dem neuen Fernverkehrsangebot verbunden werden können, war nicht einfach zu beantworten, wie zwischenzeitlich bekannt geworden war.

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