Der Durchgangsverkehr soll vom Afferder Weg vergrämt werden

Tempo 30

Die Stadt will den Durchgangsverkehr vom Afferder Weg verdrängen. Da mit dem Schwarzen Weg inzwischen eine Alternative funktioniert, soll die Straße mit verschiedenen Maßnahmen beruhigt werden.

Unna

, 20.06.2019 / Lesedauer: 3 min
Der Durchgangsverkehr soll vom Afferder Weg vergrämt werden

Die bisher abknickende Vorfahrt an der Königsborner Straße wird aufgegeben. Hier sollen geradeaus Fahrende Vorrang haben. Der Verkehr aus beziehungsweise in Richtung Afferde muss sich dann unterordnen. © Marcel Drawe

Der Afferder Weg zwischen der Kornstraße und dem neuen Kreisel am Schwarzen Weg soll mehr den Charakter einer Anliegerstraße bekommen. Dabei will die Stadt auch die Attraktivität und Sicherheit für Fahrradfahrer erhöhen, wie nun in den politischen Gremien erörtert wird. In der Verlängerung der Straße Richtung Massen finden Radler bereits eine Fahrradstraße vor, die Königsborner Straße. Das Stück Afferder Weg zwischen dort und Königsborn gilt als Schwachstelle. Dabei gewinnt die Strecke für den Radverkehr zunehmend an Bedeutung.

Der Afferder Weg ist als eine Hauptroute im „Zielnetz 2025“ definiert. Das ist das städtische Konzept zur Erhöhung des Radverkehrsanteils. Die Strecke ist gerade für Schüler von hoher Bedeutung: Inzwischen ist in Massen Unnas einziger Realschulstandort. Realschüler, die sich früher nach Königsborn zur Anne-Frank-Schule orientiert hätten, fahren nun nach Massen, idealerweise über diese Strecke.

Etwa 500 Fahrradfahrer am Tag nutzen laut einer Zählung von 2016 bereits die Strecke Afferder Weg. Und die Stadt rechnet mit einer weiteren Zunahme. Gründe dafür seien der Zuzug von rund 100 neuen Einwohnern im Neubaugebiet nördlich des Afferder Wegs und der geplante Neubau des Radschnellwegs RS 1.

Attraktiver für Fahrradfahrer

Der Afferder Weg soll nun für Fahrradfahrer attraktiver, für durchfahrende Autofahrer gleichzeitig unbequem werden. Die Stadt will die abknickende Vorfahrt in Richtung Afferde aufgeben. Dieser Abzweig soll umgebaut werden, sodass geradeaus fahrende in Richtung Königsborner Straße Vorrang haben. Am Knotenpunkt Kornstraße soll eine Rampe eingebaut werden, die die Geschwindigkeit drosselt. Die Anhebung soll auch als barrierefreie Fußgängerquerung mit Zebrastreifen angelegt werden. Gleichzeitig dient sie als Sicherheitsbereich für Fahrradfahrer, die zum Afferder Weg fahren.

Der Durchgangsverkehr soll vom Afferder Weg vergrämt werden

An der Ecke Kornstraße soll das Vergrämen des Durchgangsverkehrs schon beginnen. Eine Rampe soll Autos ausbremsen, Fußgängern und Radfahrern aber mehr Sicherheit geben. © UDO HENNES

Immer wechselseitig links und rechts sollen auf dem Afferder Weg Parkbuchten angelegt werden, die Zufahrten ins Neubaugebiet mit „Rechts-vor-links“ geregelt. Auch davon erhoffen sich die Planer eine Bremswirkung. Die Beschilderung „Anlieger frei“ soll die Maßnahmen abrunden. Außerdem soll ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern eingerichtet werden.

Als Fahrradstraße will die Stadt den Afferder Weg noch nicht ausweisen. Die Zahl der Radfahrer ist der der Autos untergeordnet. Doch wenn alle Maßnahmen umgesetzt sind, kann und soll sich das ändern. In den nächsten Jahren könne der Verkehr erneut gezählt und die Lage neu bewertet werden.

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