Demo gegen Corona-Maßnahmen: Eine rund 15-köpfige Gruppe von Demonstranten ist am Montagabend durch Unna gezogen. © Marcel Drawe
Kundgebung

Demo gegen Corona-Maßnahmen: „Es geht uns um die Verhältnismäßigkeit“

Mit Plakaten und Megafon sind am Montagabend erneut Gegner der Corona-Maßnahmen durch Unna gezogen. Ein Teilnehmer der Kundgebung offenbarte im Gespräch seine Beweggründe.

Um gegen verschiedene Corona-Maßnahmen zu demonstrieren, sind am Montagabend rund 15 Personen friedlich durch Unna gezogen. Über Megafon sendeten sie aufgezeichnete Botschaften, etwa gegen Impfungen oder Tests an Kindern. Auf Plakaten war zum Beispiel „Freiheit“, „Menschenrechte“ oder „Selbstbestimmt leben“ zu lesen, auch Aussagen wie „Unsere Kinder brauchen unseren Mut zum Widerstand“.

Pressevertretern gegenüber machten einige Teilnehmer eine sehr ablehnende Haltung deutlich, aber nicht alle: Während der Demo offenbarte einer der Teilnehmer seine Beweggründe.

Die Gruppe zog vom Marktplatz aus an den Innenstadtrand, dann am Ring entlang und am Bahnhof vorbei wieder zurück. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

„Das hier hat mit Querdenkern nichts zu tun“, sagte der Mann, der sich mit dem Namen Dirk vorstellte. „Wir sind ganz normale Menschen, die die Schnauze voll haben.“ Er habe aufgrund von Corona-Maßnahmen seine Arbeit verloren, verriet er. Er gehöre nicht zu denen, die die Existenz des Coronavirus leugnen. Er machte aber deutlich, was er vor allem infrage stellen wolle: ob die angeordneten Maßnahmen angemessen sind. „Es geht uns um die Verhältnismäßigkeit.“

Aus dem Megafon ertönten verschiedene kritische Botschaften, unter anderem gegen Corona-Tests an Kindern oder gegen das Impfen. © Marcel Drawe © Marcel Drawe

In der Medien-Öffentlichkeit werde immer wieder die Meinung derselben Virologen präsentiert. Ärzte aber, die zeigten, dass die Zahlen nicht stimmen könnten, kämen kaum zu Wort, so Dirk. Und wenn täglich in den Medien über Todeszahlen im Zusammenhang mit Corona berichtet werde, dann sei das Panikmache. „Das ärgert die Leute.“

Über den Autor
Redaktion Unna
Jahrgang 1979, stammt aus dem Grenzgebiet Ruhr-Sauerland-Börde. Verheiratet und vierfacher Vater. Mag am Lokaljournalismus die Vielfalt der Themen und Begegnung mit Menschen. Liest immer noch gerne Zeitung auf Papier.
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Thomas Raulf
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