Dem Asphalt kann die Hitze nichts anhaben

dzStraßenbau

Wie widerstandsfähig ist eigentlich Asphalt? Muss ich fürchten, dass der Straßenbelag aufweicht und womöglich gar meine Autoreifen verklebt? Die Stadt Unna winkt ab: Sorgen sind unbegründet.

Unna

, 25.06.2019 / Lesedauer: 2 min

Wer mit dem Auto fährt und vor sich nur den Asphalt der Straße sieht, erkennt oft das Flimmern der Hitze am Horizont – eine Art Fata Morgana sozusagen. Und so mancher Autofahrer stellt sich die Frage, ob der Asphalt diese hohen Temperaturen verträgt.

Fata Morgana

Täuschende Luftspiegelung

Als Fata Morgana wird eine Luftspiegelung bezeichnet, die ein tatsächliches Bild vortäuscht. So scheinen auf dem Asphalt einer Straße trotz Sonnenscheins Pfützen auf der Straße zu stehen, in denen sich der Himmel spiegelt. Kommt man näher, verschwindet diese Illusion wieder. Zu einer solchen Täuschung kommt es, weil sich die Luft über dem heißen Asphalt besonders stark erwärmt und ausdehnt. Zwischen den unterschiedlichen Luftschichten wird das Licht anders gebrochen, es entsteht ein eigentlich nicht vorhandenes Bild.

Unnas Stadtsprecher Christoph Ueberfeld kann alle Autofahrer beruhigen, die fürchten, der Straßenbelag könne aufweichen und sich möglicherweise sogar im Profil von Autoreifen festsetzen. „Asphalt wird bei Temperaturen von rund 90 Grad aufgetragen. Es besteht keine Gefahr, dass er aufweicht.“

Außentemperaturen, die bis knapp an die 40-Grad-Marke heranreichen, bedeuten eine noch heißere Straßenoberfläche. Aber der Asphalt bleibt so fest, dass er selbst beim Befahren durch schwere Lastwagen nicht beschädigt wird. „Wir müssen die Straßen also nicht etwa wässern oder abkühlen“, sagt Ueberfeld.

Niedrige Temperaturen gefährlicher

Verheerend für den Asphalt sind kalte Temperaturen. Wenn Wasser in den Belag eindringt und friert, kommt es zu Bruchstellen und zu Schlaglöchern, die am Ende eines Winters die Autofahrer nerven. Oft werden diese mit Fertigasphalt ausgefüllt, was allerdings keine dauerhafte Lösung ist.

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