Dauerzuschuss für die Radstation am Unnaer Bahnhof

dz12.500 Euro von der Stadt

Für den Betrieb der Radstation am Bahnhof soll die Awo-Tochter „Das Dies Service“ mehr Planungssicherheit bekommen. Stadt und Kreis wollen ihre Bezuschussung entfristen. Jeweils 12.500 Euro pro Jahr soll jeder der beiden Geldgeber nun dauerhaft in das Projekt stecken.

Unna

, 08.10.2018, 12:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Zuschüsse in dieser Höhe zahlen Stadt und Kreis bereits seit einigen Jahren. Allerdings wurden sie zuletzt immer für zwei Jahre bewilligt. Mit einem aktuellen Papier für den Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung will sich die Stadt von der Politik die Freigabe holen, diesen Zuschuss „bis auf weiteres“ auszuzahlen, wenn es auch der Kreis in gleicher Höhe fortsetzt.

Das Rathaus führt zwei Gründe dafür an, den Betrieb der Radstation auf eine verlässlichere Grundlage zu stellen: Zum einen ist die Immobilie, die im städtischen Eigentum ist, 2009 mit öffentlichen Fördermitteln gebaut worden, die eventuell zurückgezahlt werden müssten. Zum anderen sieht die Stadt in der Anlage einen wichtigen Beitrag zur Radverkehrsförderung in Unna.

309 Stellplätze bietet die Radstation am Bahnhof. Fahrräder stehen dort witterungsgeschützt, eingeschlossen und bewacht. Tagsüber bietet das Personal der Station auch Dienstleistungen rund ums Rad an. Außerhalb der Servicezeiten ist die videobewachte Station mit einem Schlüsselchip zugänglich.

Die Betreiberin „Das Dies Service“ arbeitet an einer zunehmenden Akzeptanz der Station und erzielt dabei durchaus Fortschritte. Der Start der Einrichtung war wechselhaft: Nach der Eröffnung war die Nutzung zunächst gratis, die Auslastung sehr gut. Mit der Einführung von Gebühren allerdings gab es zunächst einen Einbruch, von dem sich die Station nach und nach erholt. Dass man für das Abstellen eines Fahrrades Gebühren zahlen muss, erfordert offenbar einen Kulturwandel. Der Trend zu teureren Rädern und E-Bikes jedoch scheint dieses Umdenken zu begünstigen.

Insgesamt vergab die Betreiberin im vergangenen Jahr 476 Jahres-, 2624 Monats- und 5365 Tageskarten für ihre Radstationen. Wie viele davon der Anlage am Unnaer Bahnhof zuzuordnen sind, lässt sich zumindest für die Dauerkarten nicht ohne weiteres klären: Über den Chip-Zugang können Inhaber verschiedene Stationen im Betrieb der Awo-Tochter nutzen.

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