Vintage, Candybar und „First look shootings“: Das sind die Trends auf der Hochzeitsmesse

dzHochzeitsmesse Unna

Heiratswillige kommen an diesem Wochenende in der Stadthalle Unna auf ihre Kosten: Auf der Hochzeitsmesse gibt es die neuesten Trends zu sehen. Und die sind durchaus speziell.

Unna

, 08.11.2019, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Romantisch, verspielt und voller „Flower Power“ ist sie, die aktuelle Trendhochzeit. „Vintage ist gerade das alles beherrschende Thema“, sagt Petra Pivernetz. Und sie muss es wissen, plant sie doch seit 14 Jahren die Hochzeitsmesse in Unna. An diesem Wochenende zeigen über 50 Aussteller, was sich hinter dem aktuellen Trend verbirgt, und geben heiratswilligen Paaren Anregungen für den großen Tag.

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„Vintage“ – das bedeutet klassisch, alt, romantisch, von allem ein bisschen. Und genau das findet sich auch in allen Bereichen rund ums Heiraten auf der Messe wieder. Natürlich fängt das beim Brautkleid an. „Die Brautmode ist zur Zeit von sehr viel Spitze geprägt, transparente Stoffe sind gefragt, insgesamt geht es um viel Leichtigkeit“, verrät Stefanie Kost, die ebenso wie Petra Pivernetz für die Agentur „Gut geheiratet“ die Messe in Unna betreut.

Vintage, Candybar und „First look shootings“: Das sind die Trends auf der Hochzeitsmesse

Spitze und Transparenz: Das sind die Trends der Brautmode auf der Hochzeitsmesse. © Agentur "Gut geheiratet"

Hochzeitsmesse Unna

Öffnungszeiten und Preise

  • Die Hochzeitsmesse in der Stadthalle Unna öffnet am Samstag, 9. November, und Sonntag, 10. November, jeweils von 11 bis 17 Uhr.
  • Der Eintritt kostet acht Euro für ein Tagesticket und zwölf Euro für ein Wochenendticket. Kinder bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
  • An beiden Tagen gibt es auf der Bühne im Erdgeschoss ein abwechslungsreiches Programm. Jeweils um 13 Uhr gibt es eine Brautmodenschau. Rund um die Modenschau gibt es Live-Auftritte der Eventsängerin Cindy Jentsch und des Sängers „Fanel the Voice“.

Zu einem solchen Kleid passt eine klassische Hochsteckfrisur nicht wirklich, daher zeigen auch die auf der Messe vertretenen Frisöre viele lockere, verspielte Frisuren. „Zum Vintage-Look passen offene Haare oder locker gesteckte Frisuren“, weiß Petra Pivernetz, „viele Bräute tragen mittlerweile Blumenkränze im Haar.“

Und die kommen nicht immer unbedingt fertig vom Floristen: „Wir haben hier zum ersten Mal eine Do-it-yourself-Ecke, in der die Bräute ihren eigenen Blumenkranz binden können“, sagt Stefanie Kost. Jeweils um 12 und um 15 Uhr können an beiden Tagen die Kränze gebunden werden.

Ein rundgebundener Strauß voller Rosen – was jahrelang als klassischer Brautstrauß galt, hat mittlerweile auch Konkurrenz bekommen. „Bei den Blumensträußen wird alles größer und wilder. Da kommt so richtig Flower Power ins Spiel“, verraten die Hochzeitsexpertinnen.

Vintage, Candybar und „First look shootings“: Das sind die Trends auf der Hochzeitsmesse

Gedeckte Farben, die viel Wärme ausstrahlen: Das gilt auch für die Tischdekorationen. © Anna Gemünd

Immer öfter entscheiden sich Paare für freie Trauungen – und die finden auch an ungewöhnlichen Orten statt. Eine Industriehalle, eine Scheune oder ein Nachtclub sind längst selbstverständliche Orte zum Ja-Sagen. Ungewöhnlicher werden auch die Orte, an denen sich frisch getraute Paare fotografieren lassen. „Mittlerweile gibt es das Shooting im Studio fast gar nicht mehr“, sagt Petra Pivernetz, „die meisten Shootings finden draußen statt und immer öfter auch gar nicht mehr direkt nach der Trauung, sondern an einem anderen Tag. Das hat den Vorteil, dass die Gäste nicht so lange auf das Brautpaar warten müssen.“

Vintage, Candybar und „First look shootings“: Das sind die Trends auf der Hochzeitsmesse

Gut, über Kopf muss man vielleicht nicht unbedingt speisen auf einer Hochzeitsfeier. Doch der Trend zu ungewöhnlichen Locations für die Feier hält an. © Anna Gemünd

Wer etwas ganz Besonderes für seine Hochzeitsfotos möchte, der liegt mit einem „First Look Shooting“ derzeit voll im Trend: „Dabei wird der erste Moment festgehalten, in dem sich Braut und Bräutigam in ihren Hochzeitsoutfits sehen. Und das Ganze, ohne dass schon alle Freunde und Verwandten dabei sind, sondern nur das Paar alleine“, erklärt Petra Pivernetz. Ein Wald oder eine Wiese böten sich dabei als romantisches Umfeld an.

Manches bleibt bei allen Trends aber gleich: „Das Essen spielt nach wie vor eine wichtige Rolle“, weiß Stefanie Kost, „die meisten Paare bleiben bei einer traditionellen Menüauswahl von einem Caterer und zelebrieren dann einzelne kulinarische Sachen besonders, zum Beispiel mit einer Candybar oder einem Champagnerwagen.“

Vintage, Candybar und „First look shootings“: Das sind die Trends auf der Hochzeitsmesse

Auch Foto-Shootings vor oder nach der Trauung werden immer ungewöhnlicher. © Anna Gemünd

Auf der Messe in der Stadthalle können sich Besucher direkt vor Ort ein Bild von möglichen Essensplänen für ihre Hochzeit machen – und sich dabei gleichzeitig Inspirationen für das Brautkleid holen: Der Messe-Caterer serviert während der Modenschauen, die an beiden Tagen jeweils um 13 Uhr stattfinden, Getränke und Speisen an den Tischen rund um den Catwalk.

Die meisten Besucher der Hochzeitsmesse sind in der Regel übrigens – wenig überraschend – weiblich. Doch auch Männer sind ausdrücklich erwünscht, betont Petra Pivernetz: „Wenn Paare zusammen zur Messe kommen, lassen sich viele Entscheidungen sofort treffen, zum Beispiel zu den Trauringen, dem Redner für die freie Trauung oder auch dem Essen.“

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