Das Christliche Klinikum Unna soll spätestens im August seine Arbeit aufnehmen

Krankenhausfusion

Die Zustimmung des Kartellamts macht den Weg frei für das Christliche Klinikum Unna. Das Evangelische Krankenhaus und das Katharinen-Hospital geben einen Starttermin für Unnas neues Krankenhaus bekannt.

Unna

, 26.03.2020, 17:47 Uhr / Lesedauer: 2 min
Beim Zukunftsforum Ende 2018 gewährten die Spezialisten des Evangelischen Krankenhauses Einblicke in ihre Arbeit. Ab August 2020 leisten sie diesen Dienst am Menschen unter dem Dach des Christlichen Klinikums Unna.

Beim Zukunftsforum Ende 2018 gewährten die Spezialisten des Evangelischen Krankenhauses Einblicke in ihre Arbeit. Ab August 2020 leisten sie diesen Dienst am Menschen unter dem Dach des Christlichen Klinikums Unna. © Marcel Drawe

Die beiden Unnaer Krankenhäuser schließen sich zu einem großen zusammen: Die am Mittwoch erteilte Genehmigung des Bundeskartellamts ermöglicht es nun, die notwendigen Verträge für die Krankenhausfusion abzuschließen. Für viel mehr lässt Corona derzeit keine Zeit.

Als nächstes werden Verträge geschlossen

Es sei durch die „ausgesprochen gute“ Nachricht vom Kartellamt nun der Weg frei für die Unterzeichnung eine Konsortialvertrages. Dieser stelle eine Verbindlichkeit für die wichtigsten nun folgenden Schritte dar, teilten EK und KK am Donnerstag in einer gemeinsamen Presseerklärung mit. Die Aufsichtsgremien der beiden Häuser würden diesen Vertrag unterzeichnen, also der Verwaltungsrat des KK und der Stiftungsrat des EK.

Der nächste offizielle Schritt soll im Sommer erfolgen: das Unterzeichnen des neuen Gesellschaftsvertrags. Damit verschmelzen die bisher getrennten Gesellschaften. Die Fusion wird rückwirkend zum 1. Januar 2020 wirksam, sodass dieses Jahr als komplettes Geschäftsjahr gilt. Spätestens zum 1. August soll Unnas neues Krankenhaus dann seine Arbeit aufnehmen. Der Name: Christliches Klinikum Unna, kurz CKU.

Intensive Vorarbeiten

Erste Gespräche vor Jahren hatten im November 2018 dann dazu geführt, dass die beiden Krankenhäuser ihre Fusionspläne öffentlich machten. Nach den vielen vorbereitenden Arbeiten stimme die jetzt erfolgte, zwingend notwendige Freigabe durch das Bundeskartellamt sehr positiv, teilen EK und KK mit. „Ein Dank geht an die Vertreter unserer Aufsichtsgremien, die mit viel Vertrauen aufeinander zugegangen sind. Zudem haben viele Kolleginnen und Kollegen an vielen Stellen diese Entwicklung hochengagiert mit vorangetrieben. Auch dafür: Herzlichen Dank“, so Stiftungsvorstand Dr. Dietmar Herberhold für das EK und Geschäftsführer Christian Larisch (KK).

Weitere Fusionsschritte nach Corona-Krise

Für die insgesamt rund 1900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beiden Krankenhäuser werde bei der Fusion der soziale Besitzstand gesichert sein, betonten sie einmal mehr. Die weitere Umsetzung der nun anstehenden Fusionsschritte wollen die beiden Krankenhäuser jetzt sukzessiv verfolgen. Sie machen aber auch kein Geheimnis daraus, dass die Arbeit an der Strategie aktuell keinen Vorrang hat: Die Haupt-Aufmerksamkeit gelte der aktuell sehr angespannten Situation rund um die COVID-19-Thematik. In beiden Häusern werden Vorbereitungen getroffen, um die bestmögliche Patientenversorgung zu ermöglichen.

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