Darum schützt auch der Handy-Akku nicht vor einem Stromausfall

dzMobilfunk zusammengebrochen

Während des Stromausfalls war in Unna auch kein Telefonieren möglich. Denn auch Mobiltelefone sind vom Strom abhängig; selbst mit geladenem Akku.

Unna

, 30.08.2019, 17:11 Uhr / Lesedauer: 1 min

Strom ist das Blut in den Adern unserer Zivilisation: Das zeigte sich am Freitag ganz deutlich. Denn mit dem Strom war auch die Kommunikation in Unna weitestgehend ausgefallen. Anders als noch zu Zeiten der analogen Telefonie mit der Wählscheibe ist heute nämlich so gut wie jeder Apparat von der Energieversorgung abhängig. Das gilt selbst für das Smartphone mit voll geladenem Akku.

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Störung im Mobilfunk war Folge des Stromausfalls

Das merkte am Freitagmorgen jeder, der in Unna versuchte, mit dem Mobiltelefon zu telefonieren. Weder Anrufe noch Kurznachrichten funktionierten, auch an mobiles Internet war nicht zu denken. Auch die fast flächendeckende Störung des Mobilfunks in Unna war eine unmittelbare Folge des Stromausfalls. Denn: Mobilfunkantennen sind an das ganz normale Stromnetz angeschlossen.

„Glücklicherweise sind Stromausfälle in Deutschland relativ selten und kurzfristig.“
Sprecher der Deutschen Telekom

„Kein Strom, kein Mobilfunk“, erläuterte ein Sprecher der Deutschen Telekom auf Nachfrage dieser Redaktion. „Glücklicherweise sind Stromausfälle in Deutschland relativ selten und kurzfristig.“ Aber in solchen Fällen fallen eben auch Festnetzanschlüsse und die Mobilfunknetze in den betroffenen Bereichen aus. Es sei denn, eine Mobilfunkantenne außerhalb des vom Stromausfall betroffenen Bereichs reicht mit ihrer Sendeleistung aus; ansonsten geht eben nichts.

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Havariepläne für extreme Lagen – nicht für zwei Stunden

Und in aller Regel ist auch kein Eingreifen der Mobilfunkanbieter erforderlich, wie der Sprecher der Deutschen Telekom erläutert. Nur für den Katastrophenfall gibt es Havariepläne. Eingetreten ist so ein Fall vor gar nicht allzu langer Zeit in Niedersachsen, so der Sprecher. Dort war infolge von Schneestürmen über Tage das Stromnetz zusammengebrochen. In solchen Fällen könne die Telekom mobile Anlagen mit einer Notstromversorgung aufstellen, um die Kommunikation via Mobilfunk wieder sicherzustellen. „Das ist aber nicht für den Fall gedacht, wenn mal irgendwo für zwei Stunden der Strom ausfällt.“

In Unna jedenfalls war die Stromversorgung gegen 10 Uhr wieder vollumfänglich hergestellt – und damit war auch die Störung in den Mobilfunknetzen behoben.

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