Coronavirus: Wer sich nicht an die Regeln hält, zahlt ein Bußgeld

dzBußgeldkatalog erlassen

Wer nicht hören will, muss fühlen: Behörden sollen hart durchgreifen, wenn sie Verstöße gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie feststellen.

Kreis Unna

, 24.03.2020, 09:30 Uhr / Lesedauer: 1 min

Das Land Nordrhein-Westfalen hat den Kommunen offenbar einen Strafenkatalog zur Verfügung gestellt, der Bußgelder bis zu 25.000 Euro und sogar Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren vorsieht. Verstöße gegen das seit Montag geltende, weitreichende Kontaktverbot sollen demnach mindestens 200 Euro kosten.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtet, sollen öffentliche Treffen von mehr als zwei Personen 200 Euro kosten, wenn sie nicht durch die Ausnahmeregelungen abgedeckt sind. Wer grillt oder picknickt, zahlt demnach 250 Euro. 800 Euro sollen bei Verstößen gegen das Besuchsverbot in Krankenhäusern und Altenheimen fällig werden. Tiefer in die Tasche greifen müssen dem Bericht zufolge Gastronomen: Wer ein Restaurant weiterhin betreibt, zahlt 4000 Euro – der Weiterbetrieb einer Bar, einer Diskothek oder eines Fitnessstudios kostet 5000 Euro Strafe.

Coronavirus: Ordnungsämter kontrollieren Kontaktverbot

Die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden im Kreis Unna kontrollieren seit Montag die Einhaltung des Kontaktverbots. Vereinzelt wurden dabei Gruppen angetroffen, es blieb aber zunächst bei Ermahnungen – auf die Bürger in den meisten Fällen offenbar mit Verständnis reagierten.

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Unnalieferts.de
„Zur Not mische ich die Farbe vor der Haustür“: Friseur erzählt, wie er jetzt arbeitet