Coronavirus: Stadthalle Unna sagt bisher nichts ab, sorgt aber vor

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Der Gesundheitsminister selbst wirft die Frage auf, was angesichts des Coronavirus mit Großveranstaltungen passiert. Absagen? Die Stadthalle Unna sagt bisher nein. Sie ist aber vorbereitet.

Unna

, 09.03.2020, 16:15 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat vorgeschlagen, Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern abzusagen. Virologen sind sicher, dass größere Menschenansammlungen die Ausbreitung des Coronavirus begünstigen. Die Unna Marketing GmbH ist Unnas wichtigster Veranstalter, mit der Stadthalle als größtem Veranstaltungsraum. Abgesagt wird dort bisher nichts.

Partys hätten mehr als 1000 Gäste

Veranstaltungen mit mehr als 1000 Besuchern gibt es durchaus in der Stadthalle, es sind allerdings nicht die Konzert- oder Theaterformate, sondern die Partys ohne Bestuhlung. Die nächste ist geplant für den 30. April: Tanz in den Mai. Anlass, diese Feier abzusagen, besteht aber aus Sicht der Verantwortlichen bisher nicht. „Derzeit besteht nach aktueller Einschätzung der Behörden für Veranstaltungen in der Stadthalle Unna keine Gefährdung“, teilt die Marketinggesellschaft auf ihrer Internetseite mit. Und weiter: „Demnach gibt es keine Veranlassung, den Veranstaltungsbetrieb einzuschränken.“

Benefizkonzert nicht eingeschränkt

So steht auch das nächste große Konzert in der Halle, die Benefizveranstaltung für die Kinderkrebshilfe am Donnerstag dieser Woche, nicht auf der Kippe. Der Bundeswehr-Bigband werden weniger als 1000 Menschen zuhören, und auch für größere Veranstaltungen sei bisher nichts offizielles bekannt geworden, sagt Daniela Guidara, Sprecherin der Stadtmarketinggesellschaft.

Kontakt zur Gesundheitsbehörde

Man beobachte die Entwicklung der Lage aber sehr genau und stehe in regelmäßigem Austausch mit den Behörden, teilt Unna Marketing mit. Für eventuelle Einschränkungen oder das Anordnen zusätzlicher Vorkehrungen wäre der Kreis Unna als Gesundheitsamt zuständig. Auf Weisungen von dort würde man reagieren, „natürlich sofort“, versichert Stadthallensprecherin Guidara. „Und dann würden wir das auch sofort mitteilen.“

Vorsorge: Mehr Hygiene auch für Besucher

Vorsorgemaßnahmen gibt es durchaus bereits in der Stadthalle. So werden Sanitäranlagen während Veranstaltungen sowie zu Auf- und Abbauzeiten häufiger sauber gemacht als sonst. Was besonders häufig angefasst wird, wie Geländer, Türklinken oder Aufzugknöpfe, wird intensiver gereinigt.

Außerdem haben die Verantwortlichen in der Stadthalle mehrere Spender mit Desinfektionsmittel aufstellen lassen. Zusätzlich hängen Plakate in den Toilettenräumen. Sie sollen die Nutzer über die richtige Handhygiene aufklären.

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