Coronavirus: So reagieren die Schulen im Kreis Unna

dzCoronavirus

Skifreizeiten nach Südtirol, Besuch aus Italien: In Zeiten von Corona will das gut überlegt sein. Die Schulen im Kreis Unna haben dies im Blick und informieren die Eltern laufend.

Unna, Holzwickede

, 02.03.2020, 16:38 Uhr / Lesedauer: 1 min

Schulen und Kindergärten im Kreis Unna bleiben trotz des bestätigten Corona-Falls in Unna zunächst geöffnet. „Wir sind weit entfernt von einer Situation wie im Kreis Heinsberg“, sagte Kreisdezernent Uwe Hasche auf der Pressekonferenz der Kreisverwaltung Unna am Montagvormittag.

„Wir sind weit entfernt von einer Situation wie im Kreis Heinsberg.“
Kreisdezernent Uwe Hasche

Die Entscheidung darüber, ob Schulen und Kindergärten geschlossen werden, liegt beim Kreis Unna. Wie die Schulen aber mit geplanten Klassenfahrten oder Besuch aus potenziellen Krisenregionen umgehen, liegt bei den Schulen selbst.

In Unna beschäftigt sich das Pestalozzi-Gymnasium (PGU) mit der Frage, ob die für Ende der Woche geplante Skifreizeit in Südtirol für die 9. Klassen durchgeführt wird. Die Eltern werden im Rahmen eines Elternabends am Mittwoch über die aktuelle Situation informiert.

Ähnlich geht auch das Clara-Schumann-Gymnasium in Holzwickede mit der ab dem 12. März anstehenden Ski-Freizeit der Jahrgangsstufe 7 nach Österreich um: Einen Grund, die Ski-Freizeit abzusagen, sieht man aktuell nicht. Man beobachte, wie sich die Lage in den kommenden Tagen entwickle, so Schulleiterin Andrea Helmig-Neumann. Der Besuch römischer Schüler, die ab dem 5. März für eine Woche in der Gemeinde angekündigt waren, wurde dagegen von italienischer Seite abgesagt.

Jetzt lesen

Generell gilt: Ob Schulfahrten stattfinden, entscheidet die jeweilige Schulleitung. Dies geht aus einem Erlass des Landesschulministeriums hervor, auf den Unnas Stadtsprecher Oliver Böer verweist. „Die Schulen werden darin auch angehalten, etwaige Reisehinweise und die Informationen des Robert-Koch-Instituts zu beachten“, sagt Böer im Gespräch mit unserer Redaktion.

Ob weitere Schutzmaßnahmen ergriffen werden, die unter die Gesetzgebung des Infektionsschutzgesetzes fallen – beispielsweise die Schließung von Schulen – entscheidet dagegen die zuständige Kreisverwaltung.

Die Kommune als Schulträger wiederum ist zuständig, wenn Schulen aufgrund der aktuellen Lage beispielsweise zusätzliche Desinfektionsmittel vor Ort bereit halten wollen. Böer kündigte an, dass sich die Stadtverwaltung Unna dazu am Dienstag beraten werde.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Friseurmeister
Herzblut für solide Arbeit und soziales Engagement: Friseur-Legende Jo Bösken wird 75