Coronavirus: Sicherheitsdienst bekommt selbst genähte Schutzmasken gespendet

dzHilfsbereitschaft

Das Katharinenhospital, die Sparkassen oder Baumärkte: Viele Gebäude werden zur Zeit von Sicherheitsleuten bewacht – und die brauchen Mundschutz. Da der knapp ist, spendete eine Schneiderin aus Unna spontan.

Unna

, 26.03.2020, 17:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Marc-André Gerber ist noch immer beeindruckt: 50 Mundschutzmasken hat der Chef des Sicherheitsdienstes „GB Security Services“ für seine Mitarbeiter geschenkt bekommen. Elpida Pavlidou, die mit „Ella‘s Schneiderei“ ein kleines Ladenlokal im Unnaer Rathaus betreibt, hat sie genäht – und gespendet.

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„Da wir aufgrund der aktuellen Pandemie mit unserem gesamten Personalstamm von derzeit 50 Mitarbeitern rund um die Absicherung von Objekten im gesamten Kreis Unna, darunter das Katharinenhospital Unna, die Sparkassen Unna Kamen und das Jobcenter im Kreis Unna, zuständig sind, waren wir auf der Suche nach Hygieneartikel für unsere Mitarbeiter“, erzählt Marc-André Gerber.

Schutzmasken aktuell schwer zu bekommen

Doch Gerber stieß auf das gleiche Problem wie die Pflegedienste und Krankenhäuser: Mundschutzmasken sind Mangelware und Lieferzeiten aktuell lang. Gerber dachte um und fragte spontan bei der Schneiderei im Rathaus nach, ob es theoretisch möglich sei, solche Mundschutzmasken bei ihr in Auftrag zu geben. „Sie sagte, dass sie so etwas noch nie genäht habe, sich aber für uns schlau machen wolle.“

Die 50 Masken hat die Schneiderin der Sicherheitsfirma gespendet.

Die 50 Masken hat die Schneiderin der Sicherheitsfirma gespendet. © Gerber

„Dass jemand so etwas wie selbstverständlich für uns und unsere Mitbürger tut, das finde ich mehr als toll und bewundernswert!“
Marc-André Gerber, Geschäftsführer eines Sicherheitsdienstes

Einen Tag später kam der Rückruf: Elpida Pavlidou hatte nicht nur rausgefunden, wie man solche Masken näht, sie hatte sofort 50 dieser Schutzmasken genäht und sagte Marc-André Gerber, dass er sie jetzt abholen könnte – kostenfrei. „Wir sind dann mit einer Mitarbeiterin aus unserem Unternehmen zu ihr gefahren und durften das für uns sehr wertvolle Geschenk in Empfang nehmen.

Gerade in dieser Zeit, in der jeder einzelne nicht weiß, ob er das Virus in sich trägt, lag es uns am Herzen, das unsere Mitarbeiter nicht von eventuellen Kunden angesteckt werden könnten, sondern das wir die Kunden vor uns schützen – und das hat Ella uns nun ermöglicht“, zeigt sich Gerber sichtlich gerührt, „ich bin nun als ehemaliger Polizeibeamter seit mehr als 20 Jahren im Bereich privater Sicherheit in ganz Europa tätig, aber dass jemand so etwas wie selbstverständlich für uns und unsere Mitbürger tut, das finde ich mehr als toll und bewundernswert!“

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