PGU-Abiturient nutzt Kontakte zur Schule für die Herstellung von Schutzvisieren

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Die „UN-Hack-Bar“ produziert seit einigen Wochen mit 3D-Druckern Schutzvisiere für Pflegepersonal. Auch das Pestalozzi-Gymnasium Unna beteiligt sich jetzt an der Aktion.

Unna

, 17.04.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Seit mehreren Wochen beteiligt sich inzwischen der Computerclub „UN-Hack-Bar“ an einer Initiative, um mit 3D-Druckern und weiteren Produktionsverfahren händeringend benötigte Schutzvisiere zu erstellen.

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„Als uns David von seinem Vorhaben berichtete, waren wir sofort daran interessiert, dieses Projekt bestmöglich zu unterstützen.“
PGU-Schulleiterin Angelika Remmers

Ein Mitglied der UN-Hack-Bar ist David Dinse. Er hat vor wenigen Jahren am Pestalozzi-Gymnasium Unna (PGU) sein Abitur bestanden. Dabei war schon damals das Unterrichtsfach Informatik sein Steckenpferd. Seit seinem Abschluss hat er stets Kontakt zur Schule gehalten. „Als uns David von seinem Vorhaben berichtete, waren wir sofort daran interessiert, dieses Projekt bestmöglich zu unterstützen“, schwärmen Schulleiterin Angelika Remmers und Davids ehemaliger Informatiklehrer, Detlef Richter.

Beide überreichten den schuleigenen 3D-Drucker der UN-Hack-Bar mit ausreichend Zubehör und Material. „Ein Drucker benötigt über eine Stunde, um eine Halterung für die Visiere zu produzieren. Damit war klar, dass die Gerätemenge, die bereits von der Stiftung Zukunft organisiert wurde, unbedingt noch weiter aufgestockt werden musste“, erklärt Richter. „Wir müssen alle gemeinsam zusammenhalten, um in dieser schweren Zeit dem medizinischen Personal beizustehen, und wir hoffen, dass wir so die Möglichkeit haben, unsere Krankenhäuser vor Ort ein wenig zu entlasten“, ergänzt Remmers.

70 Visiere aus der 3D-Drucker-Produktion konnten schon an die Krankenhäuser in Unna überreicht werden: Anja Schubert, Dr. Martin Kelbel und PGU-Schulleiterin Angelika Remmers (von links).

70 Visiere aus der 3D-Drucker-Produktion konnten schon an die Krankenhäuser in Unna überreicht werden: Anja Schubert, Dr. Martin Kelbel und PGU-Schulleiterin Angelika Remmers (von links). © privat

70 Visiere bereits an Krankenhäuser überreicht

Aus diesem Grund unterstützen die beiden Lehrer des PGU das Vorhaben auch zusätzlich zum Material mit einer Finanzspritze, um dem Verein so eine weitere Materialbeschaffung zu ermöglichen. Am Osterwochenende konnten die ersten auf diese Weise hergestellten 70 Visiere an Krankenhäuser übereicht werden. PGU-Schulleiterin Angelika Remmers übergab die Visiere vor dem Katholischen Krankenhaus. 30 Stück gehen an das Katharinen-Hospital Unna, 30 an das Evangelische Krankenhaus Unna und zehn Stück an das Mariannenhospital in Werl.

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Auch zwei Schüler der Werner-von-Siemens-Gesamtschule in Königsborn beteiligen sich an der Aktion der UN-Hack-Bar: Sie holten sich die beiden schuleigenen 3D-Drucker nach Hause und produzieren dort nun die Rahmen für die Schutzvisiere.

Die Schutzvisiere der UN-Hack-Bar werden über das Portal www.makervsvirus.org/de/ den Einrichtungen angeboten, die Schwierigkeiten haben, an Schutzausrüstungen zu gelangen. Wer das Projekt ebenfalls unterstützen möchte, findet dazu weitere Informationen auf der Homepage des Vereins: www.un-hack-bar.de

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