Mit Waffen, Drogen und Leuten im Kofferraum unterwegs: Unnaer bricht Kontaktsperre

Kontaktsperre

Nicht nur die geltende Kontaktsperre hat ein Quartett aus Unna am Wochenende besonders kreativ gebrochen: Die jungen Männer waren auch mit Waffen und unter Drogen unterwegs.

Unna, Kamen

, 06.04.2020, 18:42 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Polizei hat in Unna ein verdächtiges Auto (Symbolbild) angehalten. Der Fahrer hatte Drogen genommen, und das war nicht das einzige Vergehen.

Die Polizei hat in Unna ein verdächtiges Auto (Symbolbild) angehalten. Der Fahrer hatte Drogen genommen, und das war nicht das einzige Vergehen. © Paul Zinken/dpa

Unter Drogeneinfluss Auto zu fahren ist verboten. Waffen mit sich zu führen, ebenfalls. Und Versammlungen von mehr als zwei Menschen sind mit Beginn der Kontaktsperre zur Eindämmung des Coronavirus auch verboten. All das schien einem jungen Quartett aus Unna und Kamen am Wochenende offensichtlich ziemlich egal.

Die Polizeibeamten staunten nicht schlecht, als sie in der Nacht zu Sonntag, 5. April, einen 19-jährigen Autofahrer aus Unna kontrollierten. Sie hatten den Verdacht, dass er beim Fahren des Mercedes unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln stand und führten einen entsprechende Vortest durch.

Fahrer wollte Wasser statt Urin beim Drogentest abgeben

Dabei versuchte der junge Unnaer, der von einem 34-jährigen Kamener als Beifahrer begleitet wurde, die Polizisten zu täuschen und Wasser statt Urin abzugeben. Doch der Versuch misslang. Der Vortest bestätigte den Verdacht, dass der Autofahrer unter Drogeneinfluss fuhr. Ein Arzt entnahm ihm später eine Blutprobe.

Doch damit nicht genug: Bei der weiteren Untersuchung des Fahrzeugs entdeckten die Polizisten Betäubungsmittel und Waffen, darunter unter anderem einen Teleskopschlagstock, einen Schlagring sowie ein Messer. Doch die größte Überraschung wartete im Kofferraum: Dort lagen zwei junge Männer aus Unna im Alter von 17 und 19 Jahren.

Männer kletterten spontan in den Kofferraum

„Durch das spontane Klettern in den Kofferraum beabsichtigten die Männer offenbar, eine Strafe gegen das vorliegende Kontaktverbot zu umgehen“, so die Polizei. Jetzt erwartet die Männer ein umso umfangreicheres Strafverfahren und zwar wegen des Besitzes von Betäubungsmitteln, der Verstöße gegen das Waffengesetz und des Verstoßes gegen das bestehende Kontaktverbot. Gegen den Fahrer fertigten die Polizeibeamten zudem eine Anzeige wegen des Fahrens unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln.

Die Polizei nutzt den Vorfall, um erneut darauf hin zu weisen, wie wichtig es ist, sich an die Regelungen zum Unterbrechen der Infektionskette zu halten.

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