Die Situation im Boni-Heim in Unna hat sich entspannt. Besuche sind nach negativem Schnelltest jetzt wieder möglich. © Marcel Drawe
Pandemie

Coronavirus erreicht das Bonifatius-Heim in Unna – kurz nach der Impfung

Zur Unzeit sieht sich das Bonifatius-Heim in Unna mit einem Corona-Ausbruch konfrontiert. Die Situation ist nicht dramatisch, Besuche sind aber nur noch deutlich eingeschränkt möglich.

Wie das an der Mühlenstraße gelegene St. Bonifatius Wohn- und Pflegeheim auf seiner Internetseite mitteilt, gibt es derzeit rund 30 Bewohner und Mitarbeitende, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Derzeit seien alle Betroffenen gesundheitlich stabil.

Der Corona-Ausbruch kommt zur Unzeit, denn erst am 6. Januar wurden Bewohnerinnen und Bewohner, aber auch Pflegekräfte im „Boni“ gegen Covid-19 geimpft. Fast zeitgleich erreicht das Virus nun die Einrichtung des Katholischen Hospitalverbunds Hellweg. „Wir sind sehr betroffen von der aktuellen Situation, insbesondere da sie nahezu zeitgleich mit der ersten Impfung im St. Bonifatius Wohn- und Pflegeheim eingetreten ist“, heißt es auf der Homepage.

Schnelltests geben erste Hinweise auf Infektionen

Die Situation ist durch die von den Boni-Mitarbeitern durchgeführten PoC- Antigen-Schnelltests innerhalb des Hauses bekannt geworden. Nach den ersten Auffälligkeiten sind sofort in den betroffenen Bereichen Quarantäne und Besuchsstopp eingeführt worden. In Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt des Kreises erfolgte dann eine PCR-Reihentestung.

Die Ergebnisse dieser Testungen zeigen, dass auf zwei von drei Wohnbereichen mehrere Fälle sowohl bei Bewohnern als auch bei Mitarbeitenden vorliegen. „Wir versorgen unsere Bewohner weiterhin sehr umfassend und erleben zudem wichtige personelle und organisatorische Unterstützung aus unserem Hospitalverbund Hellweg, vor Ort insbesondere aus dem Christlichen Klinikum Unna“, teilt das Bonifatius-Heim mit.

Kommunikation auch unter den Bewohnern weiter möglich

Mit allen Angehörigen der Betroffenen sind die Verantwortlichen im telefonischen Austausch. Die Kommunikation mit den Bewohnern ist innerhalb des Hauses zudem über Telefon oder Skype mit den auf den Wohnbereichen vorhandenen Tablets möglich. Im Bonifatius-Heim soll sich also auch in dieser Ausnahmesituation niemand alleine fühlen müssen.

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Redaktion Unna

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