Auf Landkarten, die die Corona-Neuinfektionen in Deutschland abbilden, taucht der Kreis Unna zusammen mit dem benachbarten Hagen derzeit als orangefarbene Sichel in der einheitlich gelben oder grauen Umgebung auf. © Carsten Fischer
7-Tage-Inzidenz

Corona-Neuinfektionen: Kreis Unna sieht im bundesweiten Vergleich schlecht aus

Steigende Corona-Zahlen sorgen dafür, dass der Kreis Unna im bundesweiten Vergleich schlecht abschneidet. Das Robert-Koch-Institut erwähnt die Region ausdrücklich in seinem Lagebericht und nennt einen Grund.

Nur in einem Landkreis und vier kreisfreien Städten in Deutschland ist der Corona-Warnwert höher: Der Kreis Unna taucht derzeit in der Liste der Regionen mit den meisten Corona-Neuinfektionen weit oben auf.

Innerhalb der vergangenen sieben Tage haben sich im Kreis Unna rund 100 Menschen neu mit dem Coronavirus angesteckt, das sind 26,9 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Zum Vergleich: Nur Offenbach am Main (28,0), Bochum (29,3), Hagen (29,7), Herne (30,7) und der Landkreis Dingolfing-Landau (100,8) haben höhere Werte bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz.

Ab einem Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner drohen verschärfte Corona-Schutzmaßnahmen. Die Zahlen spiegeln den Stand von Freitag, 0 Uhr, wider.

Auf Landkarten, die die Neuinfektionen in Deutschland abbilden, taucht der Kreis Unna zusammen mit dem benachbarten Hagen derzeit als orangefarbene Sichel in der unauffällig grauen Umgebung auf. Die vergleichsweise hohe 7-Tage-Inzidenz führt dazu, dass der Kreis Unna ausdrücklich im täglichen Lagebericht des Robert-Koch-Instituts (RKI) vom 13. August erwähnt wird.

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Erwähnung im täglichen RKI-Lagebericht

Das RKI nennt den Kreis Unna im Lagebericht, der sich auf den Stand von Donnerstag, 0 Uhr, bezieht, neben Berlin-Mitte, Hagen, Ludwigshafen, Duisburg und Bochum und erklärt, dass dort „Fälle unter Einreisenden eine wichtige Rolle für die erhöhte Inzidenz“ spielen. In diesen sieben Landkreisen und Städten liegt laut RKI eine erhöhte Inzidenz mit über 25 Fällen pro 100.000 Einwohner vor.

Zusammenfassend erklärt die Bundesbehörde, dass in den vergangenen sieben Tagen der Anteil der Kreise, die keine Covid-19-Fälle übermittelt haben, deutlich zurückgegangen ist.

„Diese Trend ist beunruhigend“, so das RKI. Aus 39 Landkreisen wurden in den letzten sieben Tagen keine Fälle übermittelt. In weiteren 195 Landkreisen liegt die 7-Tages-Inzidenz demnach unter 5,0 pro 100.000 Einwohner. Stark angestiegen sei die 7-Tages-Inzidenz in NRW, Berlin, Hamburg und Hessen. Sie liege dort deutlich über dem bundesweiten Durchschnittswert.

Konservenfabrik und landwirtschaftlicher Betrieb

Beim Spitzenreiter im Landkreis Dingolfing-Landau sind zwei Ausbrüche in einer Konservenfabrik und in einem landwirtschaftlichen Betrieb für die hohe Fallzahl verantwortlich. Darüber hinausgehende Ausbrüche führt das RKI auf „verschiedene Settings“ zurück, wie unter anderem in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Einrichtungen für Asylbewerber und Geflüchtete, Gemeinschaftseinrichtungen, fleischverarbeitenden und anderen Betrieben sowie im Zusammenhang mit Familienfeiern, religiösen Veranstaltungen und Reisen.

Die Neuinfektionen im Kreis Unna liegen auf einem vergleichsweise hohen Niveau, es gibt aber auch einen kleinen Hoffnungsschimmer. Am Donnerstag waren erstmals seit Tagen mehr Genesene als Neuinfektionen gemeldet worden, sodass die Zahl der aktuell Infizierten um vier Fälle zurückging.

Über den Autor
Redaktion Kamen
Jahrgang 1973, aufgewachsen im Sauerland, wohnt in Holzwickede. Als Redakteur seit 2010 rund ums Kamener Kreuz unterwegs, seit 2001 beim Hellweger Anzeiger. Ab 1994 Journalistik- und Politik-Studium in Dortmund mit Auslandsstation in Tours/Frankreich und Volontariat bei den Ruhr Nachrichten in Dortmund, Lünen, Selm und Witten. Recherchiert gern investigativ, zum Beispiel beim Thema Schrottimmobilien. Lieblingssatz: Der beste Schutz für die liberale Demokratie ist die Pressefreiheit.
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Carsten Fischer

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