Ab Mittwoch ist in Unna auch das Rathaus für Besucher geschlossen

dzCoronavirus

Das Rathaus von Unna bleibt ab Mittwoch für den Publikumsverkehr ganz geschlossen. Die persönliche Begegnung zwischen Beamten und Bürgern soll auf so wenige Fälle wie möglich beschränkt werden.

Unna

, 16.03.2020, 17:58 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Bitte an die Bürger, Behördenkontakte aufs wirklich Notwendige zu beschränken, wird nun durch eine weitere Verschärfung abgelöst: Ab Mittwoch bleibt Unnas Rathaus für die Öffentlichkeit geschlossen. Das hat der Bürgermeister nach einer Sitzung des Krisenstabs entschieden.

Nur noch in wenigen Ausnahmefällen sollen Bürger das Verwaltungsgebäude betreten. Wer bei der Stadt vorsprechen will, muss und kann dies zunächst „fernmündlich“ unter der Telefonnummer (02303) 103-0 erledigen.

Ziel: Weiter Kontakt von Menschen unterbinden

Mit der Allgemeinverfügung sollen Kontakte von Bürgern mit Verwaltungsmitarbeitern, letztlich aber Begegnungen von Menschen unterbunden werden. Es soll ein weiterer Beitrag gegen die Ausbreitung des Coronavirus sein.

Die allermeisten Dienststellen und Einrichtungen der Stadt Unna sind damit nun bald geschlossen.

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Drei Ausnahmen erwähnt die Stadt in einer aktuellen Mitteilung ausdrücklich: Der Wochenmarkt darf weiter stattfinden, weil er der Grundversorgung der Menschen dient. Und neben Beerdigungen zählt die Stadt auch Trauungen zu Veranstaltungen, die „nicht gänzlich“ untersagt werden können.

Es solle aber im Einzelfall eine Abwägung der Schutzgüter erfolgen und darauf geachtet werden, dass eine angemessene Durchführung ohne erhöhtes Infektionsrisiko erfolgt. Konkret könnte das bedeuten, dass nicht zu viele Menschen ins Trauzimmer des Standesamtes eingelassen werden.

Fast alle Einrichtungen der Stadt geschlossen

Jenseits von vereinbarten Terminen gehört aber auch das Standesamt zu den Dienststellen der Stadt, in denen Bürger nun vorerst nicht mehr ohne Termin persönlich vorsprechen dürfen. Die Liste der städtischen Einrichtungen, die spätestens ab Mittwoch ganz geschlossen sind, deckt inzwischen fast das gesamte Angebot ab: Geschlossen sind das Rathaus, die Außenstellen des Bürgeramtes, Umwelt-, Schul- und Rechnungsprüfungsamt, die Verwaltung der Stadtbetriebe, die Begegnungsstätte im Fässchen, die Stadtteilzentren und das Königsborner Quartiersbüro, das Zentrum für Information und Bildung, die Bibliothek, die Volkshochschule, die Jugendkunstschule, das Museum und das Lichtkunstzentrum, alle Sportstätten und Bäder sowie das Umweltberatungsbüro. Alle politischen Sitzungen werden zunächst bis Ende März abgesagt. Auch auf die Besuche aus Anlass von Alters- und Ehejubiläen will die Stadt vorerst verzichten. Wer Medien aus der Bücherei ausgeliehen hat, deren Frist bad abläuft, kann unbesorgt sein: Bis 19. April werden keine Säumnisgebühren erhoben.

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