Container muss her: Zu viele Anmeldungen an der Grundschule Hemmerde

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Die Anmeldephase für die Grundschulen in Unna ist vorbei. Die Ergebnisse stellen die Stadtverwaltung vor das eine oder andere Problem. In Hemmerde fehlt Platz, Container scheinen die Lösung zu sein.

Unna

, 22.11.2019, 16:45 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Grundschule Hemmerde ist beliebt – und das offenbar nicht nur im Dorf selbst. 37 Anmeldungen von Kindern liegen für das Einschulungsjahr 2020 vor, darunter auch einige aus Werl. Die Aufnahmekapazität liegt eigentlich bei 29 Schülern.

„Wir haben zugesagt, dass die Kinder wohnortnah unterrichtet werden“, kündigte die Beigeordnete Kerstin Heidler im Schulausschuss an, dass die Grundschule Hemmerde im nächsten Jahr wohl zweizügig starten wird – zumal die Zahlen noch vorläufig sind. Vier Kinder aus Unna sind noch nicht an einer der Unnaer Schulen angemeldet, es könnten aber auch durch Zuzüge noch weitere Kinder hinzukommen.

Zwei Züge an der Grundschule Hemmerde – das bedeutet zugleich, dass der Platz nicht reicht. Heidler kündigte eine Übergangslösung an, am wahrscheinlichsten ist wohl das Aufstellen von Raumcontainern.

Auch an einigen anderen Schulen sind mehr Schulanfänger angemeldet worden als die Kapazität hergibt. In diesen Fällen aber scheinen andere Lösungen denkbar.

Ein Beispiel ist die Schule am Friedrichsborn: Dort können 81 Kinder aufgenommen werden, es gibt aber 97 Anmeldungen. Das Zauberwort lautet hier: Umberatung. Im Klartext bedeutet das, dass einige Kinder an der Grilloschule einen Platz finden sollen. Auch dort liegt die Kapazität bei 81 Kindern, es gibt aber lediglich 37 Anmeldungen.

Auch Schillerschule mit Überhang

Auch an der Schillerschule gibt es mit 66 Anmeldungen zehn mehr als vorgesehen. Allerdings kommen diese Kinder nicht alle aus Massen, könnten eventuell anderswo untergebracht werden. Genauer: Elf Anmeldungen kommen nicht aus Massen, sechs gar nicht aus Unna.

Die zweite Grundschule in Massen, die Sonnenschule, hat mit 54 Anmeldungen (Kapazität 56) fast eine Punktlandung hingelegt.

Exakt den Plan erreicht hat die Nicolaischule mit 27 Anmeldungen. Die Schule soll bekanntlich gemeinsam mit der Falkschule zukünftig eine neue Grundschule am Hertinger Tor bilden. An der Falkschule gibt es nur eine kleine Lücke (49 Anmeldungen bei einer Kapazität von 54 Schulanfängern).

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Die Beigeordnete Kerstin Heidler wies im Zusammenhang mit der Vorstellung der Anmeldezahlen auch noch einmal darauf hin, dass die Kapazität für den offenen Ganztag an der Schule am Friedrichsborn ausgebaut werden muss. „Das ist weiter eine wichtige Baustelle“, so Heidler.

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