Ein Container mit medizinischen Hilfsgütern geht von Unna nach Gambia

dzVerein GEKO

Hilfe für ein Partnerkrankenhaus in Gambia brachten am Samstag wieder das Katharinen-Hospital und das Evangelische Krankenhaus auf den Weg. 36 Betten und medizinisches Material waren gesammelt worden.

von Sebastian Pähler

Unna

, 29.09.2019, 11:32 Uhr / Lesedauer: 2 min

Koordiniert durch den Verein GEKO (Gemeinnützige Verein für Entwicklungshilfe und Kooperation) und unterstützt durch den Technischen Hilfsdienst gingen 36 Betten und Medizinisches Gerät auf die Reise. In vier Wochen kommen sie an.

Anpacken für Afrika

Ein großer Container stand am Samstagmorgen am Katharinen-Hospital bereit, um ein großes Hilfspaket für Gambia zu schnüren. 16 ausgemusterte Betten vom Evangelischen Krankenhaus, 20 Betten vom Katharinen-Hospital, einige Schränkchen und allerhand medizinisches Material, wie Blasenkatheder, Verbände, Braunülen und Schutzkittel galt es darin zu verstauen. Dabei packte auch diesmal das THW mit ehrenamtlichen Helfern an, um erst die Hilfsgüter vom EK zum KK zu bringen und dort alles zu verladen.

Fast jedes Jahr geht eine solche Lieferung an das „Edward Francis Small Teaching Hospital“ (vormals Royal Victoria Teaching Hospital) in Gambias Hauptstadt Banjul. „Das ist etwas unregelmäßig, weil wir immer warten, bis genug zusammenkommt, dass wir einen Container damit vollkriegen“, berichtete Jürgen Poller. Poller ist der erste Vorsitzende des Vereins GEKO, der die Hilfe für das Krankenhaus in Gambia koordiniert. Finanziert wird diese schon seit den 80er-Jahren durch den Kreis.

Robuste Hilfe

Auch Dr. Christoph Hoestermann setzt sich immer wieder gerne für die Unterstützung des gambischen Lehrkrankenhauses ein. Er selbst hat eine Zeitlang dort gearbeitet und kennt daher die Verhältnisse vor Ort. Es fehlt dort im Grunde an allem, ganz besonders aber Verbrauchsmaterialien werden ständig benötigt.

Für das Krankenhaus sind die in Deutschland ausgemusterten Betten nicht nur eine wertvolle Hilfe, sondern auch besser als moderne, elektrische Betten, von denen sie bei den Spendern ersetzt wurden. Denn in Banjul sind Stromausfälle keine Seltenheit. Außerdem sind die alten, mechanischen Betten robust und zuverlässig. Das ist wichtig, da es aufgrund der mangelnden Infrastruktur keine Aussicht auf eine Reparatur gäbe.

Private Initiative

Ergänzt wurde die Lieferung durch private Spenden, die GEKO in dem Container mitnahm. Seit einem Urlaub unterstützen etwa Margrit und Horst Darenberg mehrere Familien in Afrika. Dank der Hilfe von Freunden und Bekannten schicken sie regelmäßig Hilfspakete dort hin und freuen sich, den freien Platz der Krankenhauslieferung nutzen zu können. „Das sind nur zwei Kilo, aber die sind glücklich, wenn die so ein Paket kriegen“, berichtete Margrit Darenberg.

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