Comedians begeistern bei der „Unna Comedy Night 2020“ im Kulturzentrum Lindenbrauerei

dzComedy

Stand-Up-Comedian Benni Stark und Musiker Fred Timm haben ihr Programm regenbedingt in der Lindenbrauerei statt auf dem Platz der Kulturen abgehalten. Der Stimmung tat das jedoch keinen Abbruch.

von Sebastian Pähler

Unna

, 10.07.2020, 10:43 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es darf wieder gelacht werden! Mit der „Unna Comedy Night 2020“ meldete sich am Donnerstag der Humor zurück auf der Bühne des Kulturzentrums Lindenbrauerei. Dabei war der Start der Veranstaltung erst einmal ein bisschen wackelig.

Angesichts der Corona-Einschränkungen sollte der Abend eigentlich auf dem Platz der Kulturen stattfinden, aber eine Regenwarnung sollte diesem Plan einen Strich durch die Rechnung machen. Bei wenigen Tropfen hätte das Team der Lindenbrauerei zwar mit Regenponchos reagieren können, doch es war schlimmeres zu befürchten.

Drinnen wie draußen

Das Kühlschiff diente der Comedy Night als Ausweichort mit einigen Änderungen, um den Hygiene-Bestimmungen gerecht zu werden. Abstandhalten und Maskenpflicht am Eingang galten natürlich auch hier. Zudem sorgten offene Türen und ein geöffneter Notausgang für einen steten Zug, um die Luft im Saal konstant auszutauschen. Die Zuschauer wurden vom Team platziert, sodass jeder Haushalt zusammensitzen konnte, aber zwischen den Gruppen immer großzügig Abstand blieb.

Den Künstlern kam der Umzug ins Kühlschiff durchaus gelegen, hatten diese sich doch in den Letzten Monaten an allerhand Provisorien gewöhnen müssen. „Was für ein geiles Gefühl, endlich wieder irgendwo drinnen zu sein“, stellte etwa Benni Stark fest. Der norddeutsche Comedian berichtete davon, wie er am 12. März seinen letzten regulären Auftritt hatte und gedacht hatte, dass jetzt für den Rest des Jahres nichts mehr stattfinden würde. Dann folgten aber bald Shows unter freiem Himmel und in Autokinos und jetzt also zum ersten Mal wieder drinnen.

Comedian Benni Stark bezieht das Publikum in seine Shows mit ein.

Comedian Benni Stark bezieht das Publikum in seine Shows mit ein. © Sebastian Pähler

Lachen, Singen und Freuen

Das ewige Hin und Her zwischen Männern und Frauen stand im Mittelpunkt von Benni Starks Programm. Ersteres wurde während der Zeit im Lockdown zusätzlich auf die Probe gestellt. Ob Streitigkeiten über die richtige Art, den Abwasch zu erledigen oder darüber, was ein Mann zuhause dekorieren „darf“, um solche Alltäglichkeiten drehten sich Starks Anekdoten, die das Publikum zum Lachen brachten. Dabei blieb er stets, in guter alter Stand-Up-Manier, im Zwiegespräch mit den Gästen.

Die andere Hälfte der Unna Comedy Night bestritt in diesem Jahr Comedy-Musiker Fred Timm. Ihm gelang es mit skurrilen, abstrusen und urkomischen Neudichtungen beliebter Klassiker nicht nur die Zuschauerinnen und Zuschauer zum Mitsingen zu bringen, sondern auch zum Jauchzen und Kreischen.

Urkomische Neudichtungen beliebter Klassiker

So präsentierte er etwa Elvis Presleys „In the Ghetto“ als klingende Realsatire im Supermarkt mit dem Titel „In the Netto“. Auch sein Lieblingslied von Abba, „Dancing Queen“ fand bei Fred Timm neue Verwendung: Mit „Auf meiner Fensterbank im Zwiebelmett werden die Maden fett“ ersetzte er hier den gewohnten Text und berichtete von der Tragödie, die sich abspielen kann, wenn man vergessen hat, das Essen wieder in den Kühlschrank zu stellen, bevor man in den Urlaub aufbricht.

Auch war er beeindruckt, was das Unnaer Publikum in diversen „Mitmach-Teilen“ stimmlich zu Stande brachte. „Da kann Kamen einpacken“, scherzte er nachdem die „Saalstimme“, ihn merklich beeindruckt hatte.

Kurzweilig und heiter war dieser Abend, der angesichts nur gelegentlicher Schauer auch draußen hätte stattfinden können. Aber wie bei Vielem heißt es auch für das Wetter in der Krise: Lieber auf Nummer sicher zu gehen.

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