Comedian Maxi Gstettenbauer überzeugt im Kühlschiff

dzComedy

Viel zu lachen hatten die Besucher des Kühlschiffs am Freitagabend: Comedian Maxi Gstettenbauer war zu Gast und sinnierte über die Tücken des Lebens jenseits der 30.

von Sebastian Pähler

Unna

, 11.01.2020, 13:38 Uhr / Lesedauer: 2 min

Als fleischgewordenes Stück Popkultur hat Maxi Gstettenbauer bereits in jungen Jahren eine Karriere bestritten. Jetzt ist der Comedian in einem Alter, in dem er sich neu erfinden muss. Davon, was für Veränderungen das Leben auf der anderen Seite der 30 mit sich bringt, berichte er am Freitagabend in seinem aktuellen Programm „Lieber Maxi als normal!“. Damit sorgte er für einen vollen Zuschauerraum im Kühlschiff der Lindenbrauerei.

Ein gewisses Alter

Als Kommentator von Computerspielen im Internet begann Maxi Gstettenbauer schon früh ein öffentliches Leben. Dass für den gebürtige Straubinger kein normaler Ausbildungsberuf in Frage kam, war ihm damals schon klar. Das Angebot, eine Fernsehsendung zum Thema e-Sport zu moderieren, kam dem damals Achtzehnjährigen daher grade recht und er zog nach Köln.

Danach folgte ein Leben als Komiker. In Programmen wie „Nerdisch By Nature“ und „Maxipedia“ verarbeitete er vor allem Versatzstücke aus der Popkultur. Anspielungen auf Film- und Comic-Helden, detaillierte Betrachtungen über die Sex-Szenen aus seiner Lieblingsserie „Game of Thrones“ und allerhand andere „Nerd-Themen“ verarbeitete er darin.

In „Lieber Maxi als normal!“ ist davon aber nur noch wenig geblieben, denn heute ist er 31, verheiratet und eigentlich zu nichts zu gebrauchen, wie er dem Publikum erklärte. „Das ist das Alter in dem man merkt, dass Träume Träume bleiben“, stellte er resigniert fest.

Veränderungen

Extrem minimalistisch, nur er, ein Stuhl und ein Mikro, kam der Auftritt daher. In diesem Format blickte er darauf zurück, wie sich sein Leben verändert hat. Es würde ihn etwa nerven, was grade in seinem Freundes- und Bekanntenkreis passiert. Zu elf Hochzeiten sei er eingeladen worden, eine nerviger als die andere. Das einzig Positive sei, dass eine davon tatsächlich seine eigene war.

Doch neben den Freuden hat das Eheleben auch seine Schattenseiten. „Meine Frau mag es nicht, wenn ich Freizeit habe“, stellte er fest. Daher fände er sich oft an Orten wieder wie Gartencentern oder Parfümerien, in denen er nichts mit sich anzufangen weiß, als dem Personal auf die Nerven zu gehen.

Etwa in dem er sich überlege, wie viele Fragen zum Thema Gartenschläuche er einem Mitarbeiter stellen könne. „Das Problem war, das war ein netter Mensch. Und der kann ja nicht wissen, dass ich ein dummer Wichser bin“, gestand Gstettenbauer lachend ein. Mit seinem häufig eher derben Humor unter der Gürtellinie brachte Gstettenbauer schließlich aber auch das Unnaer Publikum zum Lachen.

Lesen Sie jetzt
Hellweger Anzeiger Bahnverkehr
Streik unterbrochen: Eurobahn will ab Montag wieder mehr Züge durch Unna schicken
Hellweger Anzeiger Parkplätze für Pendler
Planungen für besseres Parken am Bahnhof Lünern dauern noch mindestens bis 2021
Hellweger Anzeiger Neue Pflegeausbildung
Die Diakonie bildet keine reinen Altenpfleger mehr aus: Jetzt sind Generalisten gefragt
Hellweger Anzeiger Kultur
Zwischen Comedy und politischem Kabarett: Özcan Cosar begeistert in der Stadthalle Unna
Hellweger Anzeiger Baustellen
Störungen im Verkehr: Stadt Unna stopft letzte Löcher zwischen Verkehrsring und Morgentor