Der City-Gutschein wird zur Kontokarte für den Einkauf in Unnas Innenstadt

dzStart am 1. November

Der City-Gutschein des Unnaer Innenstadthandels wird digital: Rechtzeitig zum Weihnachtsgeschäft geht die Datenplattform in Betrieb, die neue Funktionen und mehr Sicherheit bieten soll.

Unna

, 04.10.2019, 14:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Wer mit der Digitalisierung wenig am Hut hat, kann den City-Gutschein der Innenstadthändler auch künftig benutzen wie bisher: Sieben Verkaufsstellen in Unna geben ihn weiterhin als Dokument an den Käufer aus, das dann verschenkt und in den Betrieben der City-Werbering-Mitglieder eingelöst werden kann.

Doch in seiner digitalisierten Fassung bietet der Gutschein mehr: Mehr Funktionen, mehr Komfort und mehr Sicherheit für die Benutzer. Ein „Weniger“ an Arbeit aber erhofft sich der City-Werbering für das Büro der Händlervereinigung, das bislang noch jeden einzelnen Gutschein mehrfach bearbeiten muss.

Im vergangenen Jahr haben die Unnaer 410.000 Euro als City-Gutschein verschenkt

„Die Digitalisierung bietet uns die Chance, mit diesem Gutschein weiter zu wachsen“, erklärt der Vorsitzende des City-Werberings, Thomas Weber. Seit 2011 ist der City-Gutschein eine Art Innenstadtwährung mit wachsender Akzeptanz. Im vergangenen Jahr habe die Vereinigung der Händler und Dienstleister in Unnas Innenstadt Gutscheine im Wert von 410.000 Euro ausgegeben.

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Dieses Geld sei durch den City-Gutschein als Einnahme der Mitglieder gesichert worden. Dafür mussten allerdings 18.000 Dokumente ausgegeben werden, denn den rein analogen Gutschein gab es nur in festen Stückelungen zu 10, 20, 30 und 50 Euro.

Der künftige Gutschein kann bis zu 250 Euro reichen. Auch „krumme“ Zahlen sind denkbar. Der Gutschein selbst ist anders als früher gar nicht der Wertbrief, sondern nur Träger von zwei Codes, die zu einem digitalen Konto führen.

Dieses Konto wird erst beim Kauf des Gutscheins aufgeladen. Sein Stand kann zwischendurch abgefragt werden. Bis er wieder bei Null liegt, kann der Gutschein sogar mehrfach für den Einkauf genutzt und teilbelastet werden.

Neue Funktionen

Einkaufen mit dem neuen City-Gutschein

  • Auch der digitale Gutschein kann „offline“ gekauft werden. Ausgabestellen sind weiterhin der Hellweger Anzeiger, das Kaufhaus Schnückel, das Modehaus Kroes, der Herrenausstatter Schmidt, die Sparkasse, Intersport Leiendecker und die Volksbank.
  • Darüber hinaus kann der City-Gutschein jetzt auch in einem Online-Shop gekauft werden. Kunden bestellen ihn entweder mit einem der wählbaren Designs oder sie laden ihn zum sofortigen Ausdruck daheim als PDF-Datei herunter. Letzteres erlaubt auch die Gestaltung des Gutscheins mit einem eigenen Bild.
  • Zu erreichen ist dieser Shop ab 1. November im Internet auf www.citygutschein-unna.de. Die Internetseite wird auch Steckbriefe der Geschäfte beinhalten, in denen der City-Gutschein eingelöst werden kann.
  • Denkbar sind Gutscheine mit einem Wert von 10 bis 250 Euro – ohne Stückelung und mit freier Wahl des Betrages.

Weil seine Funktion damit sehr nah an der einer Konto- oder Kreditkarte liegt, tragen die Gutscheine im Format eines DIN-lang-Briefumschlages alle relevanten Informationen in einem vorgestanzten Ausreißfeld in Scheckkartengröße. Auf dieser Scheckkarte findet sich dann auch ein QR-Code, den die Händler mit einem normalen Smartphone samt zugehöriger App erfassen können.

Diese App ist das digitale Rückgrat des „City-Gutscheins 2.0“. Ein junger Softwareentwickler aus Münster hat diese App erstellt. Unna ist die erste Stadt, in der die App zur Anwendung kommt.

Die Finanzierung der technischen Plattform tragen Händler und Kunden gemeinsam: Wer einen Gutschein kauft, zahlt eine Service-Gebühr von einem Euro. Die einlösenden Händler führen 1,5 Prozent der Rechnungsbeträge als Provision ab.

Der Systemwechsel soll am 1. November erfolgen. Dann geben die sieben Verkaufsstellen nur noch den digitalen City-Gutschein heraus und auf der Internetseite für den Gutschein wird der Online-Shop freigegeben. Wie schnell sich die Akzeptanzstellen darauf einstellen, mit Smartphone und App den neuen Gutschein anzunehmen, liegt natürlich in den Händen der jeweiligen Geschäftsführung. Vermutlich sind die inhabergeführten Geschäfte in der Innenstadt in diesem Punkt etwas wendiger. Den Filialisten bietet der App-Anbieter des City-Werberings auch eine Verknüpfung des Systems mit den Kassencomputern an. Die Entscheidungswege mögen dafür aber etwas länger sein.

Die bisherigen Gutscheine können allerdings weiterhin noch eingelöst werden, betont Thomas Weber.

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