Im Circus Travados in Unna wird auch in den Ferien fleißig geübt

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Lernen in den Ferien? Im Circus Travados ist das nicht nur selbstverständlich, sondern auch ein großer Spaß: 60 Kinder bereiten sich dort gerade auf ihre Premiere in der Manege vor.

Unna

, 16.07.2019 / Lesedauer: 3 min

Es ist ein Strahlen, das nicht zu übersehen ist: Als Emil oben auf der riesigen Kugel angekommen ist und beide Arme ausbreitet, gibt es Applaus. Zwar sind es „nur“ seine Mitstreiter und die Trainerinnen, die ihm applaudieren, aber der Zehnjährige bekommt schon mal einen Vorgeschmack auf das, was am Freitag passiert: Dann steht der Schüler zusammen mit 59 anderen Ferienkindern in der Manege des Circus Travados und zeigt, was er in nur einer Woche alles gelernt hat.

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Balancieren auf großen Kugeln, Akrobatik am Luftring oder kunstvolle Sprünge – in nur sieben Tagen lernen 60 Schüler im Alter von acht bis zwölf Jahren das, was sozusagen die Grundlagen des Artistenalltags ausmacht. Dahinter steckt viel mehr, wie Melanie Talotti vom Circus Travados weiß: „Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere nach dieser Woche mit neuem Selbstbewusstsein hier rausgeht“, sagt die Geschäftsführerin des Zirkus.

Karten

Vorstellung am Freitag

  • Die Abschlussvorstellung vom Sommerzirkusprojekt findet am Freitag, 19. Juli, um 15.30 Uhr im Circus Travados im Kurpark statt.
  • Karten zum Preis von 5 Euro gibt es telefonisch unter (02303) 68586 oder per Mail an mail@travados.net

Denn das „Bezwingen“ der Kugel oder des Trapezes erfordern Mut, Ausdauer und Teamgeist. Dass Emil und die achtjährige Emilia oben auf der großen grünen Kugel eine Figur präsentieren können, ist das Ergebnis eben dieses Teamgeistes: Die Kinder halten sich gegenseitig an den Armen und lehnen sich weit zurück beziehungsweise nach vorne. „Wenn sie loslässt, fällt er und wenn er loslässt, fällt sie. Also müssen sich beide darauf verlassen können, dass der andere sie festhält“, beschreibt Melanie Talotti den tieferen Sinn hinter der „Vertrauensübung“.

„Ich bin mir sicher, dass der ein oder andere nach dieser Woche mit neuem Selbstbewusstsein hier rausgeht.“
Melanie Talotti, Geschäftsführerin Circus Travados

Dass am Ende der sieben Tage Training eine große Zirkusaufführung in der echten Manege ansteht, ist daher auch nur ein Ziel, auf das die Trainer mit den Kindern hinarbeiten. „Es geht auch um ein Stück Nachhaltigkeit. Die Kinder sollen etwas mitnehmen, das auch über die Aufführung hinaus anhält“, sagt Talotti. Und so gehört es eben auch zum Zirkus-Training, dass nach dem gemeinsamen Mittagessen alle beim Küchendienst mit anpacken.

Der Blick der Kinder richtet sich aber eindeutig auf Freitag: „Ich musste schon ganz viele Eintrittskarten kaufen, weil so viele zuschauen wollen“, erzählt die achtjährige Emilia stolz. Natürlich ist sie aufgeregt, ob bei der großen Aufführung alles klappt. Bis Freitag wird also noch fleißig geübt – damit das Strahlen in der Manege nicht zu übersehen ist.

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