„Getrennte Wege“: Chef-Anästhesist Kelbel nicht mehr im Katharinen-Hospital tätig

dzKatharinen-Hospital

Seit 2007 war Dr. Martin Kelbel als Chefarzt im Katharinen-Hospital tätig. Das gehört nun der Vergangenheit an: Das Krankenhaus und der Facharzt für Anästhesiologie arbeiten nicht mehr zusammen.

Unna

, 20.10.2020, 17:53 Uhr / Lesedauer: 2 min

Anmerkung der Redaktion: Dr. Martin Kelbel hat die Redaktion zur Veröffentlichung einer Gegendarstellung zu dieser Berichterstattung aufgefordert.

Verwundert musste der ein oder andere Patient in den vergangen Tagen feststellen, dass sein behandelnder Arzt nicht mehr am Katharinen-Hospital tätig ist. „Mein Schmerztherapeut ist verschwunden“, hieß es etwa in einer Nachricht, die unsere Redaktion erreichte. Gemeint ist Dr. Martin Kelbel, Facharzt für Anästhesiologie. Er leitete bis zuletzt als Chefarzt die Klinik für Anästhesiologie, Intensiv-, Notfall-, Schmerz- und Palliativmedizin des Katharinen-Hospitals.

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Das gehört nun jedoch der Vergangenheit an, wie Geschäftsführer Christian Larisch auf Anfrage unserer Redaktion mitteilte: „Es gibt es insofern eine aktuelle Veränderung, dass das Haus und der bisherige Chefarzt, Herr Dr. Martin Kelbel, inzwischen getrennte Wege gehen“, erklärte er.

Leitender Oberarzt hat kommissarische Leitung übernommen

Zu den genauen Gründen der Trennung machte Larisch jedoch keine Angaben. Er gab lediglich bekannt, dass der leitende Oberarzt und bisherige Chefarztvertreter Torsten Quellenberg nun die kommissarische Leitung übernommen hat. „Dafür sind wir sehr dankbar“, so Larisch.

Unterstützt werde Quellenberg nun in einem Teammodell von den zuständigen Oberärztinnen und Oberärzten. „Auch hier arbeitet das gesamte Team intensiv weiterhin an der besten Versorgung der Patientinnen und Patienten, die uns in der derzeitigen Situation vor höchste Herausforderungen stellt“, so der Geschäftsführer.

Seit 2007 am Katharinen-Hospital in Unna tätig

Dr. Martin Kelbel war seit Januar 2007 am Katharinen-Hospital in Unna tätig. Geleitet von der Annahme, dass Schmerzen nicht unvermeidlich sind, sondern auf ein erträgliches Maß reduziert werden können, kümmerte sich um Schmerzpatienten aller Abteilungen des Krankenhauses. Die Idee, dass Medizin immer noch eine Leistung im Lindern erbringen kann, wenn auch das Heilen schon an seine Grenzen gestoßen ist, war prägend für das Schmerzkonzept des katholischen Krankenhauses und schließlich Kern einer der Besonderheiten am Katharinen-Hospital.

Konsequente Fortführung war schließlich die Gründung einer ausgewiesenen Palliativabteilung am KK. Sie wiederum stand gewisser Maßen Pate für die Gründung des Heilig-Geist-Hospizes in Unna, die vom Katharinenhospital von Anfang an unterstützt worden ist. Der Einsatz des Arztes dort konzentriert sich darauf, Menschen ohne Hoffnung auf Gesundung ihren Weg erträglicher zu gestalten.

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