CDU fordert mehr Nachdruck für eine neue Umgehungsstraße um Unna

dzVerkehr

Unnas CDU erwartet weiterhin zunehmenden Lkw-Verkehr und fürchtet, dass die Stadt dabei erheblich belastet würde. Pläne für eine Umgehungsstraße müssten daher forciert werden, fordern sie.

Unna

, 06.02.2020, 13:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Befürchtungen, dass Durchfahrtverbote in Dortmund den Verkehr auf den Straßen von Unna verstärken könnten, teilt auch die CDU. Zusammen mit einer allgemeinen Zunahme durch Ansiedlungen könne dies mehr Lkw-Verkehr in der Kreisstadt bedeuten. Sie müsse sich nun Gedanken darüber machen, wie dieser Verkehr flüssig abzuleiten ist.

Die CDU drängt daher darauf, Planungen für eine Umgehungsstraße fortzusetzen. Mit der „OW IIIa“ aus einer Massener Nordspange und der Fortführung der Unnaer Wesstangente nach Norden liegt seit Jahrzehnten ein Konzept vor, dessen Umsetzung aber noch aussteht.

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Die Umgehungsstraße hatte in den vergangenen Jahren wechselnden politischen Rückhalt. Die rot-grüne Landesregierung unter Hannelore Kraft hatte die Ost-West-Umgehung sogar gänzlich aus der Bedarfsplanung gestrichen. Die aktuelle Regierung nahm sie wieder in die Planung auf, doch die Fortschritte sind mäßig.

Straßen NRW mit vordringlicheren Projekten ausgelastet

Ein Problem scheinen die begrenzten Planungsressourcen bei Straßen NRW zu sein. Der Landesbetrieb ist mit den Autobahnen in NRW stark ausgelastet, bietet den Kommunen eine Kostenerstattung an, wenn diese die Planungen in eigener Regie vorantreiben. Doch gänzlich vom Tisch ist die Furcht davor, auf den Ausgaben sitzen zu bleiben, wohl doch nicht.

Unnas CDU fordert daher die eigene Stadtverwaltung auf, sich mit den Nachbarkommunen Kamen und Dortmund und mit dem Land an einen Tisch zu setzen, um zu Lösungen zu gelangen.

Umgehungsstraßen gegen den „Verkehrskollaps“

Die OW IIIa seine „eine gute Alternative zu einem drohenden Verkehrskollaps“, erklärt die CDU in einer Mitteilung. Staus seien für das Stadtklima eine stärkere Belastung als intelligent geführte Umgehungsstraßen, auf denen der Verkehr flüssig laufen kann. „Wer diese Problematik nicht erkennt, verkennt die Interessen unserer Bürger und befördert den Klimanotstand“, heißt es in der Positionierung des CDU-Stadtverbandes.

Grundsätzlich scheiden sich am Straßenbau die Geister. Befürworter der Umgehungsstraße setzen auf die effizientere Führung des ohnehin fließenden Verkehrs und zeigen auf, dass in den Siedlungsbereichen Anlieger von Hauptachsen wie der Kamener oder der Friedrich-Ebert-Straße geringer belastet würden. Gegner verweisen auf den Eingriff in die Landschaft, die der Bau einer neuen Straße darstellt, und vertreten mitunter die These, dass eine neue Straße nicht nur zu einer Verlagerung, sondern auch zu einer Zunahme des Verkehrs führen würde.

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