CDU will die Mountainbiker aus Unnas Bombentrichter umsiedeln

dzErsatzfläche gesucht

Die rechtlichen Probleme der Mountainbike-Strecke im Bornekamp lassen sich aus Sicht der CDU-Fraktion am derzeitigen Standort nicht lösen. Ein neuer solle gefunden werden. Leicht wird dies nicht.

Unna

, 04.09.2019, 12:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Im Süden des Bornekamps hat sich die Mountainbike-Szene über Jahre hinweg einen Treffpunkt geschaffen, der auch aus den Nachbarstädten Sportler anzieht. In dem sogenannten Bombentrichter östlich von Billmerich gibt es gut ausgefahrene Wege mit Kurvenüberhöhungen und künstlichen Rampen. Legal sind derlei Veränderungen in einem Landschaftsschutzgebiet wohl nicht.

Sport ist gut, aber vielleicht nicht für die Umwelt

Die Politik sieht sich in einem Zwiespalt. Dass Sport an sich einen Wert hat und die Szene nicht einfach aufgelöst werden soll, darüber scheint Einigkeit zu bestehen. Auch die CDU-Fraktion bescheinigt, „dass diese Art von Freizeitaktivität einen gewissen Stellenwert in der Stadt besitzt“, wie es jetzt in einem Antrag heißt.

Unterschiedliche Ansätze gibt es bei der Frage, wie die rechtlichen Probleme zu behandeln sind. Die SPD-Fraktion im Stadtrat hatte zuletzt angeregt, die rechtlichen Grundlagen derart zu ändern, dass das Mountainbiking im Bornekamp legal gemacht wird. Nun meldet sich die CDU zu Wort mit Bedenken daran.

Sie hält Überlegungen für eine Legalisierung für „nicht zielführend“, wie CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich anmerkt. Stattdessen solle die Stadt mit der Szene die Suche nach einer Ersatzfläche aufnehmen und Fördermöglichkeiten ermitteln, aber auch die rechtlichen Folgen bei einem Verbleib der Szene im Bornekamp aufzeigen.

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Wie zielführend der Umsiedlungsansatz der CDU ist, bleibt abzuwarten. Freie Flächen, die sich von ihrer Beschaffenheit für den Mountainbike-Sport anbieten, sind in der Region selten. Und auch andere Flächen, die nicht bebaut sind oder als landwirtschaftliche Flächen genutzt werden, haben in der Region oft einen Status als Landschafts- oder Naturschutzgebiet. Die Probleme wären dort mit denen im Bornekamp vergleichbar.

Bislang waren die Sportler dort geduldet worden. Klagen über eine störende Außenwirkung lagen bislang nicht vor: Die Wirtschaftswege im Bornekamp nutzen die Mountainbiker nur für die Anfahrt. Dabei verhalten sie sich nicht anders als Alltags- oder Tourenradler.

Der eigentliche Sport beginnt erst in der bewaldeten Senke und damit abseits von Rad-, Fußgänger- und landwirtschaftlichem Verkehr. Eine Gefährdung stellen die Sportler vor allem für sich selbst dar. Dies allerdings liegt unabhängig vom Standort im Wesen dieser Sportart, bei der ein höheres Sturzrisiko gegeben ist.

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