Café-Projekt für ehemaligen Lebensmittelladen in Lünern verworfen

dzCafé im Dorf

Im früheren Lebensmittelladen in Lünern wird es doch kein Café geben. Die Initiatoren hätten zu viele Auflagen baulich umsetzen müssen. Sie haben ihren ursprünglichen Plan verworfen.

Lünern

, 14.02.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Bis Ende Januar sollte „Lilos Glück“ in Lünern an den Start gehen. Doch das geplante neue Café hat das Glück verlassen: Das Projekt im früheren Dorfladen ist erst einmal vom Tisch.

Kein Café im früheren Lebensmittelladen

In der Lünerner Ortsmitte hatten sich für das Dorf spannende Entwicklungen angekündigt. Eines der Projekte wird nun doch nicht so umgesetzt, wie es geplant war: Das Café kommt nicht.

Künstlerin Agnes Pester, eine der Initiatorinnen, bestätigte jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion, dass diese Planung für den Standort nicht weiter verfolgt werde. Teil des Gesamtkonzepts sind auch Räumlichkeiten für die Schulung an Gastronomiegeräten, was Pesters bisheriger Geschäftspartner dem Vernehmen nach auch weiterhin am Standort umsetzen will.

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Aufwand mit Genehmigungsverfahren

Das Genehmigungsverfahren habe sich länger hingezogen als zunächst angenommen, so Pester. Es wäre ein hoher Aufwand nötig gewesen, um das Gastronomieprojekt umzusetzen. Die Stadt Unna habe hohe Auflagen gesetzt im Rahmen eines Nutzungsänderungsverfahrens. Die Umsetzung wiederum wäre kostspielig gewesen. Sie und ihre Partner hätten ihre Planung deswegen inzwischen aufgegeben.

Toilette zu schmal

Ein Problem: Das WC sei zu klein. Pester berichtet, dass unter anderem an einer Toilette bauliche Veränderungen nötig gewesen wären. Die Toilette habe nicht ausreichend Seitenabstand, um die Auflagen aus dem Rathaus zu erfüllen. „Wir hätten eine Wand versetzen müssen.“ Nachvollziehbar sei das nicht. „Die Toilette war ja bisher auch behindertengerecht.“

Stadt: Nutzungsänderung nötig

Tatsächlich gab es auch beim früheren Dorfladen-Betrieb in der Immobilie eine Form von Gastronomie. Kunden konnten vor Ort auch Kaffee trinken, sich dabei auch hinsetzen. Wurde die Neueröffnung nun durch unnötig hohe Auflagen erschwert? „Die neue Nutzung würde sich von der vorherigen deutlich auch im Umfang unterscheiden“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld.

Bei der fraglichen Toilette schreibe die Bauordnung eben eine gewisse Breite vor, wenn diese öffentlich zugänglich sei. Warum das WC beim bisherigen Betrieb als ausreichend breit gegolten hat, entziehe sich seiner Kenntnis, so Ueberfeld. Die aktuelle Prüfung jedenfalls habe ergeben, dass es breiter werden müsse.

Pester hatte im Vorfeld deutlich gemacht, das Café-Projekt mit viel Herzblut anzugehen. Entsprechend enttäuscht zeigte sie sich nun, auch weil schon Geld in Inventar investiert worden sei.

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