Bunte Figuren zieren jetzt den Schulhof der Liedbachschule in Billmerich

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Sie tragen Zöpfe, Hut oder ein Halstuch und sie begrüßen die Besucher der Liedbachschule am Eingang zum Schulhof: Mit bunten Figuren haben die Grundschüler aus Billmerich ihren Schulhof verschönert.

Billmerich

, 19.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Alle Menschen sind unterschiedlich - und doch auch gleich: Genau das symbolisieren seit wenigen Tagen die bunten Figuren, die am Eingang des Schulhofs der Liedbachschule stehen. Haare aus Wolle, Stoffreste als Flicken auf der Hose und bunte Glitzersteine als Haarspangen - die Figuren sind höchst verschieden.

Gestaltet haben sie die Schüler des Offenen Ganztags unter der Anleitung von Künstlerin Gabi Kleipsties unter dem Motto „Ich, du, er, sie und wir“. „Die Kinder haben die Figuren selbst entworfen und mit Acrylfarben bemalt. Dazu konnten sie verschiedene Materialien nutzen, um einzelne Elemente der Figur zu gestalten.“ Dabei herausgekommen sind fröhlich-bunte Figuren, die am Zaun der Liedbachschule direkt neben dem Eingang zum Schulhof befestigt wurden.

Ihren Eltern haben sie die Kunstwerke schon präsentiert

Ihre Mitschüler kommen nun täglich an den Figuren vorbei und auch ihren Eltern haben die Grundschüler ihre Kunstwerke schon gezeigt. „Die finden sie richtig schön“, berichtet die siebenjährige Tamina.

Die Schüler, die im Rahmen einer AG, die durch das Kulturförderprogramm „Kultur und Schule“ ermöglicht wurde, zusammen mit Gabi Kleipsties gearbeitet haben, schufen aber nicht nur die bunten Figuren für den Schulhof. Sie setzten auch das Werk ihrer Vorgänger fort: In einer früheren Projektphase von „Kultur und Schule“ an der Liedbachschule hatte Gabi Kleipsties zusammen mit Schülern begonnen, einen Wegweiser auf dem Schulhof zu gestalten.

Bunte Figuren zieren jetzt den Schulhof der Liedbachschule in Billmerich

Emilia und Clara (von links) präsentieren die Wegweiser, die die Entfernung Billmerichs zu Orten in aller Welt anzeigen. © Marcel Drawe

Wegweiser in alle Himmelsrichtungen

Wie viele Kilometer sind es bis zum Nordpol? Wie weit ist es bis China? Wie weit liegt Amerika von Billmerich entfernt? Mit bunt gestalteten Pfeilen, die in die entsprechenden Himmelsrichtungen weisen, bekommen die Grundschüler nun Antworten. Eisplatten zieren die „Nordpol“-Pfeil, kleine Dreiecke aus Ton bilden die Pyramiden in Ägypten auf dem entsprechenden Pfeil Richtung Afrika. Die aktuellen kleinen Künstler der Liedbachschule haben den Wegweisern nun den Feinschliff verpasst und sie wetterfest angestrichen. Für Künstlerin Gabi Kleipsties hat der Wegweiser nicht nur eine Funktion als Kunst: „Durch die Entfernungsangaben bekommen die Kinder auch ein Gespür dafür, wie weit Flüchtlinge, die zu uns kommen, teilweise gereist sind.“

Kurz erklärt

Das Landesprogramm „Kultur und Schule“

  • Das Landesprogramm „Kultur und Schule“ wendet sich sowohl an Kulturschaffende als auch an Kulturinstitute und Einrichtungen der künstlerisch-kulturellen Bildung. Sie sind aufgefordert, Projektvorschläge zu entwickeln, die die Kreativität der Kinder fördern und das schulische Lernen ergänzen.
  • Die Künstler unterstützen die Schüler dabei, selber künstlerisch aktiv zu werden und weitere Kulturangebote wahrzunehmen. Die Projekte finden in der Regel in 40 Einheiten à 90 Minuten über das ganze Schuljahr verteilt statt.
  • Die Projekte werden mit maximal 3.050 Euro gefördert. Projekte in Schulen erhalten 2.440 Euro aus Sondermitteln des Landes für dieses Programm. Die Kommunen übernehmen einen Eigenanteil von 610 Euro.
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