Große Mission 2021: Unnas Soldaten starten in ein Jahr der Einsatzvorbereitung

dzBundeswehr

Unter dem Eindruck der jüngsten Spannungen zwischen dem Iran und den USA hat das Versorgungsbataillon 7 in der Glückauf-Kaserne seinen Neujahrsempfang gefeiert. Es bekam große Unterstützung.

Unna

, 17.01.2020, 11:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es war die wohl wichtigste Nachricht beim Neujahrsempfang des Versorgungsbataillons 7 der Bundeswehr: Im Jahr 2019 sind alle Soldaten gesund aus ihren Einsätzen nach Unna zurückgekehrt. Angesichts der jüngsten Spannungen zwischen dem Iran und den USA rückt die Bundswehr wieder mehr in den Fokus.

Der Standortälteste und Kommandeur Oberstleutnant André Rosarius erklärte in seiner Rede, „dass die Ereignisse im Irak auch Auswirkungen auf die Soldaten hier aus Unna heben.“ Auch Soldaten des Versorgungsbataillons 7 seien in Erbil im Irak im Einsatz (gewesen), um die Einsatzmission logistisch zu unterstützen.

Auf drei Kontinenten im Einsatz

2019 stellte der Verband Personal für Auslandseinsätze auf drei Kontinenten: im Irak, in Mali, in Afghanistan und im Kosovo. Dazu kamen mehr als 200 Soldaten für die schnelle Einsatztruppe der Nato (VHRTF), vier mehrwöchige Übungen und die logistische Unterstützung der Panzerbrigade 21 „Lipperland“ bei Ausbildungs- und Übungsvorhaben.

Das Jahr 2020 wird ganz im Zeichen der Einsatzvorbereitung stehen, erklärte Rosarius: „Die Panzerbrigade 21 ,Lipperland‘ wird im gesamten Jahre 2021 die Masse der Heereskräfte für Afghanistan und das Kosovo stellen und auch das Versorgungsbataillon 7 wird hierbei sein Aufgabenpaket bekommen.“

2020 gehe es darum, „Substanz aufzubauen, die logistische Expertise auf allen Ebenen zu verbessern, damit wir 2021 in der Lage sind, sowohl unseren Einsatzverpflichtungen wie auch dem Versorgungsauftrag für die Panzerbrigade 21 nachzukommen.“ Das bedeutet zugleich, dass dem Bataillon logistisches Führungspersonal und Fachkräfte über Monate nicht zur Verfügung stehen, weil sie sich auf den Einsatz vorbereiten.

Brücke zwischen Soldaten und Gesellschaft

Der Neujahrsempfang soll immer auch den Kontakt zwischen Bundeswehr und Gesellschaft intensivieren. Unter den 300 Gästen waren 160 Zivilisten. Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Vereinen folgten der Einladung in den Knappensaal der Glückauf-Kaserne – so viele wie nie zuvor. Das darf sicher auch als Zeichen der Anerkennung verstanden werden.

In ihren kurzen Grußworten betonten auch Kamens Bürgermeisterin Elke Kappen und Unnas Bürgermeister Werner Kolter die Bedeutung der Kaserne für die Region. Kolter, der letztmalig als Bürgermeister beim Neujahrsempfang war, würdigte die Verdienste der Soldaten. Seine Kamener Amtskollegin Kappen versprach den Soldaten, ihre Stadt werde sie auch in Zukunft unterstützen, wenn dies erforderlich sei.

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