Stadtverwaltung stellt Verkehrskonzept für Hertinger Tor vor

dzBürgerversammlung

Die Stadt Unna will die Bürger über das informieren, was sie in Sachen Hertinger Tor wirklich interessiert: wie Kinder sicher zur Schule kommen und wie der Verkehr geregelt werden soll.

Unna

, 01.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon im November 2019 hatte die Stadtverwaltung zu einer Bürgerversammlung in Sachen Hertinger Tor eingeladen. Das Problem: Die Vertreter der Stadt waren gar nicht gefasst auf das, was die Bürger von ihnen wissen wollten.

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Weniger als der Bau der neuen Grundschule interessierte die Anwesenden, wie ihre Kinder sicher zur Schule kommen, wie der Verkehr fließen soll. Fragen, die im Großen und Ganzen unbeantwortet blieben. „In der Bürgerversammlung ist nicht der Eindruck entstanden, dass das Verkehrskonzept schon ausgearbeitet ist“, erinnert sich FLU-Fraktionschef Klaus Göldner.

Tatsächlich räumt auch Baudezernent Michael Ott ein, dass man nun weiter sei: „Damals war alles noch recht grob, inzwischen ist das feiner ausgearbeitet.“ Daher sei es nun auch an der Zeit, eine weitere Bürgerversammlung durchzuführen – und zwar ganz konkret zum Verkehrskonzept für den Bereich Hertinger Tor.

Termin für Bürgerversammlung steht

Eingeladen sind alle Bürger für Dienstag, 10. März, 18 Uhr in den Ratsaal. Der dürfte dann, wie schon im November, gut gefüllt sein. Schließlich ist der Neubau der Grundschule eines der großen Projekte, die die Stadt Unna derzeit umsetzt.

„Im November waren wir mit dem Bebauungsplan unterwegs“, rechtfertigt Ott, dass die Stadtverwaltung damals nicht ausreichende Antworten auf die Fragen der erschienenen Bürger geben konnte. Damals war die Stimmung durchaus aufgeheizt.

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Mit der nun angekündigten Information über das Verkehrskonzept kommt die Stadtverwaltung automatisch einem Wunsch mehrerer Politiker nach. Die hatten signalisiert, dass sie über den Bebauungsplan erst dann entscheiden wollten, wenn das Verkehrskonzept vorliege und beschlossen sei.

Die Stadtverwaltung will das Verkehrskonzept und den Bebauungsplan zum 1. April in den zuständigen Ausschuss für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehrsplanung einbringen. Dann sollen beide Beschlüsse für die Entscheidung im Rat vorberaten werden.

Kritik an Kommunikation

CDU-Ratsherr Rolf-Dieter Beyersdorf kritisierte in der jüngsten Sitzung des Gremiums die Kommunikation seitens der Verwaltung. Die Erwartungen der Bürger hätten nicht erfüllt werden können. „Wir dürfen nicht wieder in so eine Bredouille kommen. Bei künftigen Verfahren müssen Antworten vor einer Bürgersammlung vorliegen“, so Beyersdorf. Und CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich ergänzte: „Verkehr ist immer ein Thema bei größeren Bauvorhaben.“

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