Bürgerverein Alte Heide legt überarbeitetes Konzept für den Erhalt des Vereinsheims vor

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Der Bürgerverein Alte Heide hofft weiter: Er hat sein Konzept für den Erhalt und die dauerhafte Nutzung des Vereinsheims des TuS Alte Heide überarbeitet. Die Politik sendet positive Signale.

Unna

, 22.10.2018, 16:30 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für den Bürgerverein könnte der 31. Oktober zu einem ganz wichtigen Tag werden: Dann wird der Stadtrat über einen möglichen Abriss des Vereinsheims des TuS Alte Heide beraten. Diesen Abriss will der Bürgerverein unbedingt verhindern – und hat sein Konzept für den Erhalt und die dauerhafte Nutzung überarbeitet.

Mehr Sponsoren, eine detailliertere Auflistung der möglichen Einnahmen und eine geringere Belastung für die Stadt sind jetzt aufgelistet. Der Verein reagierte mit der Überarbeitung darauf, dass die Politik in der jüngsten Sportausschusssitzung noch Beratungsbedarf angemeldet hatte. In den meisten Fraktionen wurde inzwischen intensiv diskutiert, die FDP hat das Thema erst am 29. Oktober auf ihrer Tagesordnung. Und auch die SPD will sich das überarbeitete Konzept noch einmal genau ansehen. Fraktionsvize Bernd Dreisbusch erklärt: „Es ist nicht absehbar, ob wir abweichen von unserem Beschluss, das Vereinsheim zu schließen.“

Bündnis 90/Die Grünen werden am 24. Oktober noch einmal beraten, die Fraktion wird aber wohl bei ihrem Nein bleiben. „Es gibt in dem neuen Konzept keine gravierenden Änderungen. Irgendwo müssen wir anfangen“, sieht die Fraktionsvorsitzende Charlotte Kunert den Sparzwang in Unna. Es gebe Alternativen in Königsborn, die die Bürger zu Treffpunkten umgestalten könnten.

„Da ist nichts baufällig, das Gebäude ist gepflegt und in einem guten Zustand.“
CDU-Fraktionschef Rudolf Fröhlich
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Erste positive Signale aus der Politik dürften dem Bürgerverein aber auch Hoffnung machen. Für die FLU erklärt Klaus Göldner, der Verein könne „unsere Leute auf seiner Seite sehen.“ Die CDU hat den Bürgervereinsvorsitzenden Lionel Lach in eine Fraktionssitzung eingeladen und sich das Konzept vorstellen lassen. „Wir sind mitten im Prozess einer Meinungsbildung“, sagt Fraktionschef Rudolf Fröhlich. „Wir stehen einem Erhalt positiv gegenüber, wenn das Konzept tragfähig ist.“ Fröhlich hat sich das Vereinsheim am Wochenende noch einmal selbst angesehen. „Da ist nichts baufällig, das Gebäude ist gepflegt und in einem guten Zustand“, berichtet er.

Der Bürgerverein will den Vereinsraum des TuS Alte Heide so erhalten, wie er ist. Lediglich die Umkleiden will er in einen Gesellschaftsraum und ein Büro umwandeln, die ehemalige Behindertentoilette wieder instandsetzen. Die Umbaukosten will der Verein selbst aufbringen. Das soll durch Eigenleistungen, aber auch dank Sponsoren möglich sein.

Und der Bürgerverein zeigt auch auf, dass er viele Nutzer für sein Gebäude hat. Ein wichtiger Baustein im Finanzplan sind Vermietungen für private Feiern. Bereits jetzt wird das Vereinsheim regelmäßig vermietet. Wegen Fußballspielen müssen aber immer wieder auch Anfragen negativ beschieden werden. „Es gibt in Unna immer weniger Räume, die zu einem vergleichsweise niedrigen Preis privat genutzt werden können“, weiß Fröhlich.

Seine Fraktion hat einen Antrag gestellt, vor der Beschlussfassung im Rat eine fachliche Bewertung vornehmen zu lassen und eine Entscheidung auf die Sitzung am 13. Dezember zu vertagen. Eine separate Beschlussfassung zunächst über die Aufgabe des eigentlichen Sportplatzgeländes könne aber bereits im Oktober erfolgen. Die CDU verweis in ihrer Begründung darauf, dass die Wirtschaftsförderungsgesellschaft WFG vor allem das Sportplatzgelände vermarkten könne und eine Aufgabe des Vereinsheims nicht erforderlich sei.

CDU-Antrag zum Vereinsheim Alte Heide (119 kB)

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