Bürgerverein Alte Heide legt Pläne für Bürgerhaus vor

dzPolitik berät Konzept

Ein Spielplatz, Ladestationen für E-Autos und E-Bikes und ein Versammlungsraum für Vereine: Mit diesen Bausteinen seines Konzepts zum künftigen Betrieb des Vereinsheims Alte Heide hofft der Bürgerverein des Ortsteils, Stadtverwaltung und Politik von der Bedeutung des Gebäudes zu überzeugen.

Alte Heide

, 08.10.2018, 16:31 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der Bürgerverein Alte Heide hat am Montag sein angekündigtes Konzept für ein Bürger- und Jugendhaus der Stadtverwaltung übergeben. Auch die politischen Mandatsträger sollten im Laufe des Montags die Unterlagen erhalten, sagt der Vereinsvorsitzende Lionel Lach. „Wir hoffen, dass einige Politiker in der Sportausschusssitzung Beratungsbedarf anmelden und den Abriss des Vereinsheims, wie ihn die Verwaltung vorschlägt, nicht einfach durchwinken“, erklärt Lach die mit dem Konzept verbundenen Hoffnungen des Bürgervereins.

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Zumindest die Hoffnung auf einen Aufschub der Entscheidung dürfte sich erfüllen, denn mindestens eine Fraktion wird in der Sitzung des Sportausschusses am Mittwoch Beratungsbedarf anmelden. „Fertig sind wir mit dem Thema noch lange nicht“, sagt CDU-Fraktions-Chef Rudolf Fröhlich auf Anfrage unserer Redaktion. Man müsse nach einer Lösung suchen, mit der alle leben könnten. „Ob die mit dem nun vorliegenden Konzept gefunden ist, das müssen wir in Ruhe prüfen, schließlich haben wir das Konzept ja erst Montag bekommen.“

Das Konzept sieht einen Umbau des derzeitigen Kabinen- und Duschbereiches zu einem Jugendraum vor, der auch interessierten Vereinen als Begegnungsstätte dienen soll. Als Vereine, die dieses Angebot nutzen würden, werden in dem Konzept neben dem Bürgerverein Alte Heide und dem TuS Alte Heide auch die Löschgruppe Alte Heide, der Sparclub Alte Heide, die Philatelisten Unna-Fröndenberg sowie der E-Mobilitätsförderverein „Unter Stromern“ genannt.

In Kooperation mit Letztgenannten will der Bürgerverein mehrere Ladestationen für Autos und Fahrräder auf dem Außenbereich des Vereinsheims errichten. „Für die nahegelegene Fahrradroute, den Alleenradweg RS1 bieten wir somit die Möglichkeit, E-Bikes aufzuladen“, heißt es in dem Konzept. Auch für das angrenzende Industriegebiet könne in Zusammenarbeit mit den Gewerben vor Ort so die Möglichkeit geschaffen werden, E-Mobilität zu fördern.

In einem Entwurf eines Nutzungsvertrages zwischen dem Bürgerverein Alte Heide und der Stadt Unna, den der Bürgerverein hat aufsetzen lassen, skizziert der Verein seine Vorstellungen einer künftigen Nutzung. Demnach bleibe das Gebäude im Besitz der Stadt, würde aber dem Bürgerverein zur eigenverantwortlichen Nutzung zur Verfügung gestellt. Sämtliche Unterhaltungs- und Bewirtschaftungskosten würde der Verein tragen.

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Die Stadtverwaltung nennt in ihrer Beschlussvorlage zum Abriss des Gebäudes ein Einsparpotenzial von bis zu 38.000 Euro im Jahr, wenn die Sportstätte – der Sportplatz und das Vereinsheim samt Gelände – aufgegeben würde. Diese ergibt sich aus dem Mittel der Jahre 2015 bis 2017.

Im Jahr 2017 betrugen die Unterhaltungskosten für den Sportplatz und das Vereinsheim rund 41.000 Euro; 2016 waren es rund 36.700 Euro und 2017 rund 36.500 Euro. Von diesen rund 36.500 Euro für die gesamte Anlage im Jahr 2017 entfielen rund 22.000 Euro auf den Sportplatz und rund 14.500 Euro auf das Vereinsheim. Diese Zahlen nennt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld auf Anfrage unserer Redaktion.

Konzept Bürgerhaus (4580 kB)

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