Dörte Knauf (l.) und Klaus Moßmeier vom Stiftungsvorstand gratulierten Annalena Weicken-Hartmann: Sie ist die 600. Stifterin der 2006 gegründeten Bürgerstiftung Unna. © Hornung
Soziales Engagement

Bürgerstiftung: In der Pandemie braucht Unna dringend mehr Engagement

Seit 2006 ist die Bürgerstiftung kontinuierlich gewachsen. Doch es gibt noch Luft nach oben. Gerade jetzt in der Pandemie-Zeit werden Spenden und das Engagement der Stifter dringend benötigt.

Gegründet am 5. Dezember 2006 begrüßt die Bürgerstiftung Unna nun ihre 600. Stifterin. Doch Klaus Moßmeier aus dem Stiftungsvorstand möchte noch weit höher hinaus. Noch mehr Stifter will er in Zukunft gewinnen. Und das Spektrum der Anträge könnte noch breiter gefächert sein. Darauf machten Klaus Moßmeier und Dörte Knauf am Donnerstag (22. Juli) aufmerksam, als sie Annalena Weicken-Hartmann als Stifterin begrüßten.

Die Unnaerin war fast ein wenig peinlich berührt, als ihr die Vorstandsmitglieder Blumen und einen Gutschein für ein Konzert der zwölf Hellweger Cellisten überreichten. Dass Annalena Weicken-Hartmann und ihr Mann sich in in der Bürgerstiftung engagieren, war nur eine Frage der Zeit, liege dieses Engagement doch bereits in der Familie.

Stiftungskapital liegt inzwischen bei neun Millionen Euro

Weil der Start im Jahr 2006 gut vorbereitet war, konnte die Stiftung damals bereits mit 195 Stiftern und einem Stiftungskapital von 209.700 Euro ins Rennen gehen. Inzwischen liegt das Stiftungskapital bei neun Millionen Euro.

In seiner Höhe dürfe das Kapital nicht angetastet werden, erklärt Klaus Moßmeier. Es dient dazu, Erträge zu erwirtschaften, die aufaddiert mit regelmäßigen Spenden der Unnaer Bürger in zahlreiche soziale Projekte im Kreis fließen, die der Stiftungsvorstand sorgfältig auswählt.

Im Vordergrund steht die Unterstützung sozial benachteiligter Menschen. Aktuell legt die Stiftung einen Schwerpunkt auf die schulische Bildung von Kindern und Jugendlichen, möchte zum Beispiel ermöglichen, dass zum Schulstart alle Kinder Schultüte und Tornister haben, und unterstützt ein Angebot der Frühförderstelle des Kreises Unna.

Auszubildenden, die ihre Lehre womöglich wegen Corona nicht fortsetzen können, soll in Kooperation mit der Werkstatt geholfen werden. Daneben sind die Begegnung von Menschen in Unna sowie die Förderung des Umwelt- und Naturschutzes weitere Schwerpunkte.

Niedrige Zinsen: Spenden besonders wichtig

Der Vorstand der Bürgerstiftung hofft nun, dass sich noch weitere Stifterinnen und Stifter durch gesellschaftliches Engagement einbringen möchten. Gerade in Pandemie-Zeiten werde dieses Engagement benötigt. Um auch im Niedrigzinsumfeld viele Projekte in Unna unterstützen zu können, sei die Bürgerstiftung zudem auf weitere Spenden angewiesen. Hier zähle jeder Euro für den guten Zweck.

Weitere Infos über die Bürgerstiftung erhalten interessierte unter https://buergerstiftung-unna.de.

Über die Autorin
Redaktion Fröndenberg
Jahrgang 1988, aufgewachsen in Dortmund-Sölde an der Grenze zum Kreis Unna. Hat schon in der Grundschule am liebsten geschrieben, später in Heidelberg und Bochum studiert. Ist gerne beim Sport und in der Natur.
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Dagmar Hornung

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