Bürgermeisterkandidatin Katja Schuon startet beim Neujahrsempfang der SPD in den Wahlkampf

dzPolitik

Alle Augen waren beim Neujahrsempfang der SPD in der Unnaer Stadthalle auf sie gerichtet: Katja Schuon, die für die SPD bei der Bürgermeisterwahl im September 2020 ins Rennen geht.

Unna

, 12.01.2020, 17:28 Uhr / Lesedauer: 2 min

Dass Katja Schuon beim Neujahrsempfang der SPD auf der Bühne steht und die Gäste als Bürgermeisterkandidatin begrüßt, hätte sie sich vor einem Jahr noch nicht träumen lassen. Im Gegenteil – diese Vorhersage hätte sie als „absurd“ abgetan, wie sie am Sonntagvormittag in der Stadthalle Unna berichtete. Dort stand sie nun aber tatsächlich als SPD-Kandidatatin für die diesjährige Bürgermeisterwahl auf der Bühne – und startete mit Visionen und Plänen, aber auch mit einem Rückblick in den Wahlkampf.

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In der Vergangenheit sei nämlich nicht alles gut gewesen: Der Stil, mit dem teilweise in Unna Politik gemacht worden sei, habe ihr überhaupt nicht gefallen, und auch die Gemeinsamkeiten in den eigenen Reihen der Partei seien ganz offensichtlich nach hinten gerutscht. Für das neue Jahr zeigte sich Schuon aber zuversichtlich: „Ich weiß auch, dass wir besser sind, und vor allem sind wir bereit, etwas dafür zu tun.“

Ziele: Wohnraum, Chancengleichheit, Mobilitätswende

Das möchte sie als Unnas Bürgermeisterin an verschiedenen Punkten unter Beweis stellen. Wichtige Anliegen seien ihr etwa bezahlbarer Wohnraum, Chancengleichheit in puncto Bildung und eine zeitgemäße, klimafreundliche Infrastruktur. In Kooperation mit dem kommunalen Wohnungsbauunternehmen UKBS möchte Schuon auch alternative Wohnformen wie Mehrgenerationenhäuser fördern, außerdem für ausreichende Betreuung und Förderung in Kindergärten und Schulen sorgen und „dem Fahrrad im Stadtgebiet die Vorfahrt einräumen“. Deshalb sei auch der Ausbau von Radwegen und die Mobilitätswende ein zentrales Zukunftsthema für sie.

„Ich weiß auch, dass wir besser sind, und vor allem sind wir bereit, etwas dafür zu tun.“
SPD-Bürgermeisterkandidatin Katja Schuon Über ihre Partei

Sie selbst könne aufgrund ihrer zentralen Wohnlage in Unna bereits seit zwei Jahren auf ein eigenes Auto verzichten und nutze stattdessen oft Rad und Bus. Dass das nicht jedem Bürger möglich ist, sei ihr aber auch klar. Generell müsse Politik deshalb so stattfinden, dass jeder Bürger abgeholt werde – auch das ist das Ziel der Sozialdemokraten. Deshalb will die SPD in Unna die inhaltlichen Bausteine nicht nur vorgeben, sondern diese auch mit den Bürgern diskutieren. Sie selbst sei bereit, zum persönlichen Gespräch auf einen Kaffee vorbei zu kommen. „Für eine erfolgreiche Politik müssen wir hin zu den Bürgern“, sagte Katja Schuon.

Auch kritische Stimmen

Die Rede der Bürgermeisterkandidatin erntete Beifall aus dem Publikum, aber auch kritische Stimmen blieben nicht aus. So äußerte sich etwa einer der Gäste: „Die Ziele des Wahlprogramms könnten so auch von jeder anderen Partei stammen. Alle wollen mehr für die Umwelt, die Bürger, die Bildung tun. Aber seit Jahren passiert nichts!“

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