Wut über gesperrten Treffpunkt verleitet Jugendliche offenbar zum Vandalismus

dzSachbeschädigung

Die Ostdeutsche Heimatstube am Bürgeramt Massen ist das Opfer von Sachbeschädigung geworden. Dahinter könnte Frust über die Corona-Beschränkungen stecken.

Massen

, 01.05.2020, 11:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit langem gilt die Ecke hinter der Ostdeutschen Heimatstube als beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Vom Massener Hellweg kaum einsehbar ist der Treffpunkt offenbar auch nach Beginn der Kontaktsperre gerne genutzt worden - schließlich wird man hier nicht so schnell erwischt.

Eine Reihe von Sachbeschädigungen an dem kleinen Gebäude, das die Ostdeutsche Heimatstube beherbergt, haben jetzt die Stadt auf den Plan gerufen. „Vor ein paar Wochen war an dem Stromkasten in der Ecke gezündelt worden“, berichtet Massens Ortsvorsteher Peter Kracht. Daraufhin stellte die Stadt Bauzäune auf, um den beliebten Treffpunkt unzugänglich zu machen und weitere, durch die Kontaktsperre verbotene Treffen ebenso zu verhindern wie weitere Sachbeschädigungen.

Die Ecke zwischen der Ostdeutschen Heimatstube und dem Bürgeramt Massen galt schon lange als beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Vom Massener Hellweg ist sie so gut wie gar nicht einsehbar.

Die Ecke zwischen der Ostdeutschen Heimatstube und dem Bürgeramt Massen galt schon lange als beliebter Treffpunkt für Jugendliche. Vom Massener Hellweg ist sie so gut wie gar nicht einsehbar. © Anna Gemünd

Genützt hat es offensichtlich nichts: Am Dienstag zierten plötzlich Schmierereien die Fassade der Heimatstube. Um dorthin zu kommen, mussten die Täter klettern. „Vielleicht haben sie sogar die Bauzäune dafür genutzt“, mutmaßt Kracht. Er hat nun eine Belohnung von 100 Euro ausgesetzt für sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung der Täter führen. Die Stadt hat unterdessen Anzeige erstattet; die Reinigungskosten werden gerade ermittelt.

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