Die Bahnbrücke über die Fröndenberger Straße am Ortseingang von Kessebüren wird seit dem 10. Oktober saniert. Noch bis zum 23. Oktober sind die Bauarbeiten angesetzt und eine entsprechende Sperrung der Durchfahrt geplant. © Udo Hennes
Verkehr

Brückensanierung bedeutet weite Umwege in Kessebüren

Ab Samstag wird in Kessebüren eine Brücke saniert. Das hat Folgen für die Autofahrer: Zwei Wochen lang müssen sie teils lange Umwege in Kauf nehmen.

Kessebüren und die Brücken – das ist eine wenig glückliche Geschichte. Die Brücke an der Kessebürener Landwehr ist längst abgerissen und bekommt erst nächstes Jahr einen Ersatz, der Brücke am Loerweg droht der Abriss – und jetzt wird die Sanierung einer weiteren Brücke zu einer Geduldsprobe für die Autofahrer.

Ab Samstag, 10. Oktober, saniert die Deutsche Bahn die Eisenbahnbrücke am Ortseingang von Kessebüren an der Fröndenberger Straße. Laut Stadt sind die Arbeiten für zwei Wochen angesetzt – und so lange gilt auch die Umleitung, die durch die Sperrung des einzigen direkten Wegs von Unna nach Kessebüren hinein notwendig wird.

Bis zum 23. Oktober müssen Pendler zwischen Unna und Fröndenberg die Strecke über die Wilhelmshöhe wählen, wenn sie von einem Ort in den anderen möchten. Wer von Unna aus direkt nach Kessebüren möchte, der muss ebenfalls über die Wilhelmshöhe fahren und sich dann über Frömern von Süden her Kessebüren nähern. Gleiches gilt für die Kessebürener selbst: „Mal eben schnell“ nach Unna – das geht während der Sperrung nicht, denn der Weg unter der Eisenbahnbrücke ist die schnellste Verbindung zur Kreisstadt. Während dieser gesperrt ist, müssen auch die Kessebürener den Umweg über Frömern und die Wilhelmshöhe nehmen.

Radfahrer und Busse haben eigene Umleitung

Für den Linienverkehr und die Radfahrer sind die Wege etwas kürzer: Sie werden über die Straßen „Auf dem Rott“ und „Am Loerweg“ umgeleitet. Die Sanierung der Brücke war notwendig geworden, weil bei einer turnusmäßigen Untersuchung der Brücke kleine Mängel festgestellt worden waren. Dies sagt eine Bahnsprecherin auf Anfrage unserer Redaktion. „Es werden nun neue Geländer erstellt und Knotenbleche sowie Windverbände ausgewechselt. Des Weiteren bessert die DB kleinere Anfahrschäden an der Überführung aus“, so die Sprecherin.

Stadt in Gesprächen zur Loerweg-Brücke

Während für die Sanierung dieser „Eisenbahnüberführung“, wie die Brücke im Jargon der Deutschen Bahn korrekt heißt, die Deutsche Bahn zuständig ist, fällt die Brücke am Loerweg in die Zuständigkeit der Stadt. Die beliebte Fußgänger- und Radlerbrücke gilt als stark beschädigt. Die Stadtverwaltung geht davon aus, dass die Brücke nicht mehr zu retten ist. In Gesprächen mit dem Heimatverein Kessebüren wird derzeit nach einer alternativen Lösung gesucht, damit auch künftig Radler und Fußgänger die Bahnlinie sicher queren können.

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Redaktion Unna
Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd

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