Verkehr

Brückenabriss in Unna: Ungenügende Beschilderung der Umleitung

Der Abriss der Autobahnbrücke an der Hertingerstraße ist passé – und am Montagmorgen (13. Juni) soll auch die A44 wieder frei sein. Die Sperrung erwischte manche Autofahrer auf dem falschen Fuß.
Auf die Sperrung der A44 wurde auf der alten B1 nicht hingewiesen. Wer nicht anderweitig informiert war, musste viele Kilometer Umweg fahren. © Privat

Die Autobahngesellschaft Westfalen wollte auf Nummer sicher gehen. Die Autobahn 44 sollte für den Brückenabriss in Unna dann gesperrt werden, wenn sie ohnehin nicht so stark frequentiert ist. Die vermeintlich beste Lösung: Samstags (11. Juni) um 20 Uhr die Strecke zwischen Dortmund-Unna und Unna-Ost sperren und sie rechtzeitig zum Berufsverkehr am Montag (13. Juni) wieder freigeben.

Auch im Vorfeld wurde viel richtig gemacht: Frühzeitig wurde auf die Sperrung hingewiesen – sowohl durch Autobahn Westfalen selbst, wie auch durch die Stadt Unna. Dass der Verkehrsfunk in WDR 2 die Sperrung am Samstag um 20 Uhr noch nicht meldete, war ein kleines Versäumnis, das wohl eher dem Sender anzurechnen ist. In der Folge nämlich wurde zuverlässig gemeldet, dass die A44 dicht ist.

Wer allerdings nicht den Verkehrsfunk hörte und auf der „falschen“ Strecke unterwegs war, wurde möglicherweise auf dem falschen Fuß erwischt. So erreichte unsere Redaktion der Hinweis, dass die Sperrung auf der alten B1 nicht ausgeschildert war – anders als an vielen anderen Verbindungen. Wer das nicht wusste, musste einen Umweg von 26 Kilometern in Kauf nehmen, weil auch die Abfahrt Schwerte gesperrt war und ein Wenden erst am Westhofener Kreuz möglich war.

Mit der Aufhebung der Sperrung am Montagmorgen hat sich das Problem zunächst erledigt. Der Bauleiter, der den Abriss und Neubau der Brücke an der Hertingerstraße in Unna steuert, kündigte aber bereits eine erneute Sperrung der A44 an – dann aber im Zuge des Neubaus. Dann sollten die Verkehrsplaner jetzt gemachte Fehler nicht wiederholen.

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