Beim Boule auf dem Schulgelände ist das Bierchen passé

dzOsterfeldschule

Boule ist eher Spiel als Sport, steht für Geselligkeit und französische Lebensart. Gehört dazu auch Alkoholgenuss? Falls ja, könnte eine neue Bahn in Mühlhausen auch den Spielern wenig Freude machen.

Unna

, 17.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

In die Diskussion um eine neue Boule- und Boccia-Bahn an der Osterfeldschule schaltet sich nun Björn Merkord ein. Der bündnisgrüne Ratsherr und Vater einer Osterfeld-Schülerin weist auf einen möglichen Ordnungskonflikt hin, der mit der Bahn einhergehen könnte, aber dann auch den Nutzern die Freude an der Anlage nehmen würde. Die Bahn würde auf einem Schulgelände liegen. Und dort gilt, wie auch auf allen Spielplätzen der Stadt, Alkoholverbot.

„Boule steht für französische Lebensart“, erklärt Merkord. „Ob dazu auch ein Glas Wein oder ein Bierchen gehört, weiß ich nicht. Aber falls es so ist, sollte auch dies in die Überlegungen mit einbezogen werden. Denn eine Anlage an der Osterfeldschule würde dann eine Art Nutzungsbeschränkung haben.“

Merkords Einwand ist von einer Diskussion inspiriert, die er einmal innerhalb der Schulgemeinde erlebt hat. Dabei ging es um die Frage, ob Eltern bei Abschlussfeiern in der Schule ein Bier trinken dürfen. Zumindest scheint es da eine gewisse Sensibilität zu geben.

„Ich will das in die Diskussion einbringen, bevor es übersehen wird“, so Merkord. Grundsätzlich habe er aber nichts gegen eine Boule-Bahn. Es solle nur kein Geld in die Hand genommen werden, um sie an einer Stelle zu platzieren, die vielleicht nicht optimal ist. Zuvor hatte schon die Schulpflegschaft der Osterfeldschule auf ein mögliches Alkoholproblem hingewiesen. Sie allerdings hatte weniger die Nutzer der Anlage im Sinn dabei, sondern eher nächtliche Besucher.

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