Meinung in Unna

Bornekamp wird zum „Boah, ne!-Kamp“

Unser Naherholungsfleckchen hat so etwas nicht verdient. Wo auch immer die Bagger südlich der Innenstadt anrollen, irgendwie geht etwas daneben. Da steckt kein Segen drin, meint unser Autor.
Naherholung am Bauzaun. Hier, durch den Zaun fotografiert, der Bornekampteich. © Schmidt

Teichbaustelle oder Katzenbuckel: Wo auch immer die Bagger zuletzt im Bornekamp angerückt sind, ging etwas daneben. Der flott weggeschaffte Katzenbuckel hätte eigentlich gar nicht weg gemusst. Denn dass dort unter Umständen größere Wurzeln der umstehenden uralten Bäume einem Übergangs-Kita-Bauplan in die Quere kommen könnten – man hätte es sich denken können. Der Rodelhügel ist immer noch weg und der Winter steht vor der Tür. Boah, ne!

Der undichte Teich ist auch eine unendliche Geschichte, seit Monaten ruht er still und bald auch starr, also nicht der See oder der Teich, sondern eher die Pfütze. Man sucht Lösungen, vielleicht findet man eine, aber wann? Das ist die große Frage. Was hat das letztlich zur Folge? Naherholung am Bauzaun. Boah, ne!

Vielleicht ist das überhaupt die Lösung. Bei allen künftigen Bauideen im Bornekamp erstmal „Boah, ne!“ sagen und dann überlegen: „Muss das wirklich sein?“ und „Haben wir das ganz bis zum Ende durchdacht?“ Wenn sich dann ein leises „Boah, ne!“ im Hinterkopf Gehör verschafft, ist das ein guter Indikator dafür, erst mal keine Aufträge zu schreiben.

Mit der „Boah, ne!“-Methode hätten wir zumindest den Katzenbuckel noch.

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