Die Silvesternacht 2019/2020 auf dem Alten Markt in Unna: Solche Bilder wird es dieses Jahr nicht geben. Die Stadt denkt darüber nach, besonders „publikumsträchtige Plätze“ zu Böllerverbotszonen zu erklären. Dies könnte beispielweise der kompletten Innenstadtbereich innerhalb des Verkehrsrings sein. © Borys Sarad
Harter Lockdown

Böllerverbotszonen und Wochenmarkt: Diese Regeln gelten jetzt in Unna

Der Einzelhandel geschlossen, der Schulunterricht digital: Ab Mittwoch steht das öffentliche Leben weitestgehend still. Auf den Wochenmarkt und Silvester in Unna hat das unterschiedliche Auswirkungen.

Mit dem harten Lockdown müssen ab Mittwoch, 16. Dezember, alle Geschäfte schließen, die nicht lebensnotwendige Waren anbieten. Supermärkte und Drogerien bleiben geöffnet – und auch der Wochenmarkt in Unna findet wie gewohnt statt.

Wie schon im ersten Lockdown im Frühjahr dürfen Wochenmärkte weiterhin stattfinden, wenn sie Lebensmittel anbieten. Die Händler des Unnaer Wochenmarktes stehen also auch am Dienstag und Freitag und in der Weihnachtswoche wie üblich auf dem Alten Markt.

„Im Grunde bleibt alles wie vor dem Lockdown“, sagt Daniela Guidara vom Unna Marketing. Denn schon in der Vorwoche sorgte die Ausweitung der Maskenpflicht auf die gesamte Unnaer Innenstadt dafür, dass der Verzehr von Bratwurst, Waffel und Co. auf dem Wochenmarkt ausgeschlossen war. In der gesamten Fußgängerzone gilt mittlerweile eine Maskenpflicht und damit auch ein Verzehrverbot.

Seit einer Woche gilt in der gesamten Innenstadt von Unna eine Maskenpflicht. Damit einher geht ein Verzehr- und Rauchverbot.
Seit einer Woche gilt in der gesamten Innenstadt von Unna eine Maskenpflicht. Damit einher geht ein Verzehr- und Rauchverbot. © Stadt Unna © Stadt Unna

Wochenmarkt wird um einen Tag vorverlegt

In der Weihnachtswoche kommt jedoch eine kleine Änderung auf dem Wochenmarkt: Weil der 1. Weihnachtstag auf einen Freitag und damit auf einen Markttag fällt, wird der Wochenmarkt um einen Tag vorgezogen und findet bereits an Heiligabend, Donnerstag, 24. Dezember, statt. Gleiches gilt auch in der Folgewoche: Statt an Neujahr wird der Markt an Silvester, Donnerstag, 31. Dezember, durchgeführt.

Stadt denkt über Böllerverbotszonen nach

Auf Silvester richtet die Stadtverwaltung jetzt auch verschärft ihren Blick: Die Ministerpräsidenten haben sich am Sonntag darauf verständigt, dass sie den Verkauf von Feuerwerkskörpern in diesem Jahr generell verbieten und am Silvester- und Neujahrstag bundesweit ein „An- und Versammlungsverbot“ gilt. Das bedeutet, dass Menschengruppen, die gemeinsam Silvesterraketen in den Himmel steigen lassen, untersagt sind.

Feuerwerk über dem Alten Markt soll es zu diesem Jahreswechsel nicht geben. Eine weitere mögliche Böllerverbotszone sieht die Stadt Unna am Ostenberg.
Feuerwerk über dem Alten Markt soll es zu diesem Jahreswechsel nicht geben. Eine weitere mögliche Böllerverbotszone sieht die Stadt Unna am Ostenberg. © Borys Sarad © Borys Sarad

Damit das auch umgesetzt werden kann, sollen die Kommunen Plätze definieren, die als „publikumsträchtig“ gelten und für die dann ein Feuerwerksverbot ausgesprochen wird. Wo diese sogenannten „Böllerverbotszonen“ in Unna liegen können, will die Stadt nun kurzfristig klären. „Denkbar wäre beispielsweise ein Verbot innerhalb des Verkehrsrings oder auch auf dem Ostenberg, weil dort erfahrungsgemäß viele Menschen an Silvester unterwegs sind, um Raketen steigen zu lassen“, sagt Stadtsprecher Christoph Ueberfeld.

Die Mitarbeiter des städtischen Ordnungsdienstes und die Polizei werden in der Silvesternacht mit mehreren Teams im gesamten Stadtgebiet unterwegs sein, um die Einhaltung der Verbote zu kontrollieren, kündigt Ueberfeld an.

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Sauerländerin, Jahrgang 1986. Dorfkind. Liebt tolle Geschichten, spannende Menschen und Großbritannien. Am liebsten draußen unterwegs und nah am Geschehen.
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Anna Gemünd

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