Blumenreiche Gärten verwandeln sich in Galerie und Konzertbühne

dzUnna blüht auf

Kurz vorm Ende der diesjährigen Reihe „Unna blüht auf“ zeigt die Bürgerstiftung zwei Gartenklassiker: In dem einen blühen neben Blumen die Musiknoten, im anderen zieht Kunst die Blicke an.

von Dominik Pieper

Unna

, 16.06.2019 / Lesedauer: 3 min

Die Adresse des Gartens von Familie Hebestreit-Möller ist Programm. An der Blumenstraße in Königsborn liegt das blühende Kleinod, das für Besucher schon häufiger seine Toren geöffnet hat. In der Garage, durch die alle Besucher der Veranstaltung „Unna blüht auf“ am Sonntag gehen müssen, zeigt ein Foto aus alten Tagen, wie der Garten einst aussah: schmucklos, fast ausschließlich grün, nicht blühend. Heute ist das anders: Im hinteren Teil des Gartens blühen bunte Rosen. Mannshoch sind die Sträucher gewachsen, die jetzt im Sommer ihre volle Farbenpracht entfalten. Weiter vorne führen kleine Wege durch verwunschen wirkende Beetanlagen, eingerahmt ist das ganze durch dunkelrote, weiß und grün blühende Bäume.

Blumenreiche Gärten verwandeln sich in Galerie und Konzertbühne

Farbenfroh blühen die verschiedenen Rosensträucher im Garten der Familie Hebestreit-Möller. Der liegt, wie könnte es anders sein, an der Blumenstraße. © Pieper

Chöre und Orchester zwischen blühenden Rosen

Neben der Rose hatte die Musik am Sonntag einen ganz besonderen Platz im Garten. Zu jeder vollen Stunde gaben Chöre oder kleine Orchester eine Kostprobe ihres Könnens - darunter auch die Sunlight Voices aus Könisgborn. Ihr mehrstimmiger Gospelgesang und ihr optisches Erkennungszeichen, nämlich das orangefarbene Tuch, passten wunderschön in die Gartenanlage.

Drei Künstler in einem Garten

Weniger musikalisch, aber dafür nicht minder künstlerisch, mutet der Garten von Gisela Lücke in Massen an. Auch ihr Gartenparadies konnte bei den vorangegangenen Aktionen „Unna blüht auf“ und auch im Rahmen der Kunstort Unna-Reihe schon mehrfach bestaunt werden. Zwischen wilden Himbeersträuchern, einem Gewächshaus und blühenden Sträuchern hat die Unnaer Künstlerin ihre Keramikarbeiten ausgestellt. Überall im Garten laden große und kleine Figuren zum Verweilen ein. Terrassen mit Sitzmöglichkeiten lockern die Gartenanlage auf, deren Schönheit dem Betrachter sich erst erschließt, wenn er durch das große schmiedeeiserne Gartentor am Ende des unscheinbar wirkenden Reihenendhauses tritt.

Blumenreiche Gärten verwandeln sich in Galerie und Konzertbühne

Magdalena Warnsing (l.) und Josef Jansen nutzen den Skulpturengarten von Gisela Lücke als Galerie. Alle drei Künstler zeigten bei der Aktion „Unna blüht auf“ ihre ganz eigene Kunst. © Pieper

Vielfalt ist allein durch einen Besuch nicht zu erfassen

Neben Gisela Lücke zeigten zwei weitere Künstler am Sonntag im Haus der Unnaer ihre Arbeiten. Magdalena Warnsing, die auch als Kunsttherapeutin arbeitet, hatte Bilder aus Acryl gemalt und mitgebracht. Josef Jansen hingegen zeigte seine Bilder, die meist Mischtechniken enthielten. Beide waren in der jüngeren Vergangenheit schon zu Gast im Hause Lücke und nutzen dies als kleine Galerie.

Die Besucher, die zum wiederholten Mal im Garten von Gisela Lücke waren, staunten über die schier unendliche Vielfalt an Kunst und Blumen. Um die zu entdecken, reicht ein Besucher allein nicht aus.

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