Blühstreifen und Radweg an der Gabelsberger Straße werden jetzt geschützt

dzNatur

Ein ständig zugeparkter Blühstreifen in Königsborn bekommt jetzt eine neue Chance: Steine sollen Autofahrer vom Parken abhalten - und dabei wird sogar Material recycelt.

Unna

, 21.03.2020, 04:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Eigentlich hätte es schon 2019 etwas werden können: Die Stadtbetriebe säten auf dem schmalen Streifen, der den Fußweg an der Hubert-Biernat-Straße gegenüber den Einmündungen zur Gabelsberger Straße von dem Radweg und der Fahrbahn trennt, Wildblumensamen aus. Doch eine Chance, zu wachsen, bekamen die Blumen nie: Zu oft parkten Autos auf der Blühwiese und erstickten jegliches Wachstum im Keim. Das geht jetzt nicht mehr.

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Mehrere abgeflachte Steinquader, in nur wenigen Zentimetern Abstand voneinander am Rand der Blühwiese zur Fahrbahn platziert, machen ein Parken hier jetzt unmöglich - zumindest, wenn man nicht wissentlich sein Fahrzeug beschädigen will. Angekündigt hatten die Stadtbetriebe diese Maßnahme bereits im letzten Umweltausschuss im Februar. Jetzt ist sie umgesetzt - und gleichzeitig wird auch die Wiese wieder mit Wildblumen eingesät.

Auch der Radweg profitiert von den Steinen: Immer wieder hatten zuletzt Fahrzeuge hier geparkt und somit Radfahrern den Weg versperrt.

Auch der Radweg profitiert von den Steinen: Immer wieder hatten zuletzt Fahrzeuge hier geparkt und somit Radfahrern den Weg versperrt. © Anna Gemünd

„Wir sind aktuell im Stadtgebiet unterwegs und säen an mehreren Stellen Wildblumen, in der Hoffnung, dass dieses Mal auch die Witterung mitspielt“, sagt Ralf Calovini von den Stadtbetrieben. Während es bei der Wiese an der Gabelsberger Straße die parkenden Autos waren, die ein Aufblühen verhinderten, machte vielerorts auch der sehr trockene Sommer den Wildblumen das Überleben schwer.

Gemischtes Saatgut erhöhte die Chancen auf Erfolg

Dieses Jahr verwenden die Stadtbetriebe gemischtes Saatgut: „Wir haben ein- und mehrjährige Pflanzen dabei. Das erhöht die Chance, dass an einem Standort zumindest eins funktioniert und angeht“, erklärt Calovini.

„Letztes Jahr hatten wir relativ wenig Glück mit unseren Blühwiesen, vor allem wegen der trockenen Witterung.“
Ralf Calovini, Stadtbetriebe Unna

Unter anderem im Salinengraben und am Südring sind die Mitarbeiter der Stadtbetriebe in den vergangenen Tagen unterwegs gewesen.

Der Schutz für die Blühwiese an der Gabelsberger Straße hat indes noch einen besonderen Clou, der Umweltschützer freuen dürfte: Es handelt sich bei den Steinen nicht einfach um „irgendwelche“ Steine. „Das sind Steinstücke aus alten Bordsteinen, die wir dafür verwendet haben“, erklärt Calovini. Was einst die Fahrbahn vom Bürgersteig trennte, sorgt nun also dafür, dass die Blumen ungestört wachsen können.

Und nicht nur die sind jetzt vor parkenden Autos geschützt: Die Steinreihe entlang der Wildblumenwiese verhindert auch das Parken nicht nur auf der Wiese, sondern auch auf dem Radweg, der sich zwischen Wiese und Fahrbahn befindet. Parkten dort bisher Autos, mussten Radfahrer notgedrungen vom blockierten Radweg auf die Fahrbahn ausweichen. Auch das dürfte nun nicht mehr nötig sein.

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